ZURÜCK ZU:

VOGTLANDWANDERUNGEN  °  FERNWANDERWEG WEISSE ELSTER  °  HOMEPAGE FM TROMMER


Weida und Wünschendorf - Wiege des Vogtlandes


Die Stadt Weida


ist die älteste Stadt des Vogtlandes. Sie erhielt 1209 das Stadtrecht und wurde ein weltliches und geistiges Machtzentrum im mitteldeutschen Raum. Doch durch Teilung des Besitzes entstanden nach 1237 die Herrschaften Weida, Gera, Plauen und Greiz. 
Durch Streitigkeiten um Macht und durch Erbteilungen begann der Verfall der Vogtei Weida. Sie ging 1427 vollständig an die Wettiner über.

Noch heute künden die Osterburg mit einem der ältesten und höchsten Bergfriede Deutschlands, die Widenkirche, die Peterskirche und die Stadtkirche St. Marien vom großen Einfluß der Stadt im Mittelalter. Vieles einer mittelalterlichen Stadtanlage hat sich die Stadt Weida bis heute erhalten können. 
Aber auch die industrielle Revolution hat ihre Spuren mit dem einzigartigen Oschütztalviadukt (Pendelpfeilerbrücke) und als Zentrum der Lederherstellung und -verarbeitung (Technisches Denkmal Lohgerberei) hinterlassen.

Wünschendorf 

wird mit Weida als die Wiege des Vogtlandes bezeichnet. Mit der Erwähnung eines Erkenbertus de Withaa in einer Urkunde ist der erste Vorfahre der Vögte zu Weida  auszumachen. Er wurde mit dem Gebiet  an der Weißen Elster belehnt, das von Slawen besiedelt war. Als Wohnsitz wählte er die Gleisburg auf den Veitsberg. Später, nach der Zerstörung der Burg verlegte sein Sohn den Sitz nach Weida. Heute ist von der Gleisburg außer einigen Mauerresten im Kirchenbau der Veitskirche nichts mehr zu sehen. Aus der alten Burgkapelle jedoch geht die  imposante, über 1000 Jahre alte Veitskirche hervor. Das sakrale Kleinod gilt als die älteste Kirche des Vogtlandes mit prächtiger Ausstattung und einmaliger Architektur.

Zu den frühesten Klostergründungen der Region gehören das Prämostratenserkloster Mildenfurth und das Dominikanerinnenkloster Cronschwitz. Während vom Kloster Cronschwitz nur noch Mauerreste vorhanden sind zählt das Kloster Mildenfurth zu den schönsten sakralen Kostbarkeiten aus romanischer Zeit. Es entwickelt sich zu einem kulturellem Zentrum des Umlandes.

Eine weiter Kostbarkeit ist die aus dem Jahre 1786 stammende überdachte Holzbrücke. Sie ist 72 Meter lang und 4,70 Meter breit. Es empfielt sich dieses letzte seiner Bauart in der Region erhaltene Bauwerk in aller Ruhe zu besichtigen. 
Die Haus- und Schafsbrücke hält noch immer dem Autoverkehr stand.

Veitskirche und Holzbrücke in Wünschendorf

 
ZURÜCK ZUM  SEITENANFANG
 

Das Kloster Mildenfurth

Hauskloster und Grablege der Vögte

1193 stifteten Heinrich II, der Reiche, Vogt von Weida, und seine Gemahlin Beate das Kloster Mildenfurth als Hauskloster und Grablege.

Das Kloster Mildenfurth war das erste Ordenshaus im Vogtland.

Mildenfurths erste Chorherren kamen aus dem Magdeburger Stift Unser Lieben Frauen, dem Mutterkloster.

Berthold, Prior des Magdeburger Stifts, wird als erster Probst von Mildenfurth genannt.
Noch vor 1209 erhielt Mildenfurth die bischöfliche Bestätigung.
1230 nimmt Papst Gregor IX. das Kloster in Schutz, privilegiert es und bestätigt seine Besitzungen.

 

Der Niedergang des Mildenfurther Klosterlebens zeichnete sich schon bald nach der Einführung der Reformation ab. Nach Einführung der Lutherischen Lehre 1517 bekannte sich der Landesherr bereits 1521 zur neuen Lehre. Das Kloster Mildenfurth befand sich im Kernland der Reformation. Es verfiel deshalb zusehens im Laufe der Jahrhunderte, so daß sich seine einstige Größe und Pracht heute nur noch anhand der baulichen Reste erahnen läßt.

Zunächst genutzt als Altersheim nach dem 2. Weltkrieg und dann als landwirtschaftliches Lager völlig verkommen, wird seit 1989 viel für seine denkmalschützende Pflege getan. Es ist zu einem kulturellen Mittelpunkt der Region um Wünschendorf geworden.

Geschichte des Klosters Mildenfurth
aus Arbeitsheft des Thür. Landesamtes  für Denkmalpflege.
(Beilage OTZ 30.01.2003)
nn

Kloster Mildenfurth
 

LETZTE AKTUALISIERUNG: 17.04.2008

© Wolfgang Trommer