VIA  CLAUDIA AUGUSTA
DIE ALTE RÖMERSTRASSE

VON DONAUWÖRTH NACH FÜSSEN

 
© Wolfgang Trommer  

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DONAUWÖRTH - FÜSSEN

 

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In Donauwörth endete die Via Claudia Augusta. Weiter nördlich bei Weißenburg verläuft der Limes. Südlich der Stadt befindet sich in "Burghöfe" die Stelle, wo sich einst ein Militärlager befand. Spuren der Römerzeit können im Museum besichtigt werden. Sehenswert ist auch die Altstadt mit ihren freskengeschmückten Häusern.

Der Besuch der Innenstadt von Augsburg ist ein Muß. Wer auf der Via Claudia Augusta reist, muß das Römische Museum besuchen.

Südlich von Augsburg befindet sich der längste erhaltene Abschnitt einer Römerstraße in Deutschland (IKönigsbrunn südlich des Gasthauses "Topkapi", ehem. Ghf. "Neuhaus") Das Stadtzentrumvon Landsberg am Lech trägt den Kriterien der Städte entlang der Romantischen Straße vollstens Rechnung. Imposant das Bayertor, eines der schönsten gotischen Stadttore Deutschlands.

Schongau fasziniert den Besucher mit seiner eindrucksvollen Stadtbefestigung und seinem malerischen Stadtzentrum.

Vor Füssen wird die malerische Bergkullisse der Allgäuer Alpen sichtbar. Die Via Claudias Augusta strebt geradlinig den Bergen entgegen. Vor Füssen ist die Straße leider in den Fluten des Foggensees verschwunden. Nur im Winter, wenn der Stausee ohne Wasser ist, kann man sich an einer Fürhrung über die Via Claudia Augusta beteiligen.

Hoch über dem Wasserspiegel thront die stolze Stadt Füssen. Die Via Claudia Augusta wird nun bald österreichisches Territorium erreichen. Sie folgt dem Lech bis  Reutte um dann über Leermoos dem Fernpaß entgegen zu streben.

 

Die schönsten Teile Germaniens hatten sich die Römer in ihr Reich einverleibt, das heutige Süddeutschland. An das Land weiter nördlich aber wollten sie sich nie so recht gewöhnen. Die dunklen sumpfigen Wälder, seine Bewohner, die den Römern als ungehobeltes Volk erschienen, das in armseligen Hütten statt in schönen Städten lebte. Eben an diesen Germanen sollte sich das große römische Imperium eines Tages die Zähne ausbeißen. Zunächst aber sicherte sich Rom sein Reich an der Nordgrenze mit einer Grenzbefestigung, die vom Rhein bis an den Main verläuft.

Diese Grenzbefestigung hatte den Zweck das Territorium des Rhömischen Reiches eindeutig abzugrenzen und die Zugänge ins Römische Reich in geordnete Bahnen zu lenken. Der Limes war von Wachtürmen in Sichtweite bewacht, er war aber nie eine undurchdringliche Grenzbefestigung. Die Wachleute auf den Türmen alarmierten bei Störungen die im Hinterland befindlichen Garnissionen, die dann zum Einsatz kamen. Eine dieser Garnissionen befindet sich unweit von Donauwörth in "Burghöfe". Um das Militär zu verstärken oder auszuwechseln brauchte man schnelle Straßenverbindungen ins Kernland des Reiches. Eine dieser Straßen war die Via Claudia Augusta, die von der Hafenstadt Altinum östlich von Venedig bis nach Donauwörth führte.

Diese Straße hat Deutschland bis zum heutigen Tag sehr intensiv beeinflußt. Die Römer brachten zunächst ihre Kultur, ihre Lebensweise und ihr Know How nach Süddeutschland. Im Mittelalter aber sollte diese Römerstraße weiter von großem Nutzen sein. Solide gebaut war sie und bedurfte nach wie vor kaum Reparaturen. Das war im Mittelalter von großem Vorteil, hätten doch die einzelnen Fürsten kaum die Mittel für den Straßenbau aufgebracht. Der Handel mit den Waren aus dem Orient funktionierte prächtig. Mit Schiffen wurden die Waren nach Venedig gebracht, denn man fürchtete die Seepassage über den Atlantik und die Nordsee. Lieber nahm man die beschwerliche Passage über die Alpen auf sich.

So wuchsen die Städte entlang der Via Claudia Augusta zwischen Donauwörth und Füssen im Allgäu. Ihre Handelsherren kamen zu Ansehen und Reichtum. Die bekannteste Handelsdynastie waren die Fugger, die ihre Niederlassungen in Augsburg aber auch in Donauwörth hatten.

Ihre Fortführung aber hat die Via Claudia Augusta unter anderem auch in der Bundesstraße 2 gefunden, die über Nürnberg, Hof, Gera in die Messestadt Leipzig und weiter über die Oder führt, wo sie sich kurz vor Posen (Poznan) mit der ehemaligen Reichsstraße 1 verbindet, die hinauf ins Baltikum führt. Die Brücke war geschlagen und der Handel beispielsweise mit Tuchen, Wolle und Bernstein aus dem Norden und Spezereien und Gewürzen aus dem Süden gedieh prächtig.

 

Wenn wir heute entlang der Via Claudia Augusta von Donauwörth bis nach Füssen reisen, können wir so manches über die Zeit der Römer an dieser Straße erfahren. Viele kleine Museen bieten viel Wissenswertes über die Flußübergänge, Garnissionen und Wegestationen, daß man einen ganzen Urlaub damit verbringen kann. Aber nicht zufällig verläuft auf dieser Route auch die Straße der Romantik. Städte, Kirchen und Klöster reihen sich auf dieser Route aneinander wie Perlen, eine schöner als die andere. Die Königsstraße wurde sie auch genannt, zogen doch über die alte Römerstraße Via Claudia Augusta die Könige und Kaiser von Mitteleuropa nach Rom, um sich vom Papst den Segen für ihre Herrschaft geben zu lassen.

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