VIA  CLAUDIA AUGUSTA
DIE ALTE RÖMERSTRASSE

DER MEILENSTEIN IN RABLAND

 © Wolfgang Trommer

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RABLAND / RABLÀ

 

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Die Via Claudia Augusta

 

Gleich am Ortseingang von Rabland befindet sich linkerhand ein altehrwürdiger Gasthof, der im Laufe der Jahrhunderte so manchen Reisenden auf der alten Römertrasse verköstigt hat. Es ist der Gasthof "Hanswirt" der mit ganz besonderen Sehenswürdigkeiten an der Via Claudia Augusta aufwarten kann.

Doch halt, jetzt greifen wir den Ereignissen vor, denn in den Reiseprospekten zur Via Vlaudia Augusta ist nirgens konkret beschrieben, wo und vor welchem Gasthof sich denn nun diese Nachbildung des römischen Meilensteines befindet. Also machen wir uns zunächst einmal im Fremdenverkehrsamt des Ortes kundig. Die Dame dort ist höchst erfreut, daß wieder  ein Besucher für die Via Claudia Augusta Interesse zeigt und sich nach dem Meilenstein erkundigt, und so teilt sie uns auch mit, daß das Interesse für die alte Römerstraße und den Meilenstein mehr und mehr wächst.

 

 

Das Etschtal durchzieht eine wichtige Verkersader.

Einmalig schön sind die fruchtbaren Obst- und Weinkulturen und die Bergkullisse.

 

 

Eindrucksvoll wurde ein Stück des Straßenpflasters der

Via Claudia Augusta und eine Kopie des Meilensteines

 in die Gestaltung des Restaurantes mit einbezogen.

 

Zur Historie des Meilensteines:

 

Im Jahre 1552 wurde beim Supphof ab 1357 Steiner, 1740 Löwenwirt jetzt Hanswirt in Rabland ein römischer Meilenstein gefunden. Ein Wasserguß des Zielbaches hatte den Meilenstein abgedeckt. Ritter Hans Jacob Römer brachte den Meilenstein in sein Schloß Maretsch nach Botzen. Heute befindet sich das Original dieses Meilensteines im Landesmuseum Bozen. Am Gasthof Hanswirt kann man eine Kopie des Meilensteines bewundern.

Was den Meilenstein von Rabland besonders wertvoll macht ist sein hohes Alter, was Rückschlüsse auf die frühzeitige Existenz der alten Römerstraße zuläßt. Er war kein gewöhnlicher Meilenstein sondern ein kaiserliches Ehrenmal das an wichtigen Grenzübergängen postiert war. Sicherlich hatte der Meilenstein auch sakrale Bedeutung. Er war bestimmt auch von einem Kapellenbau (aedicula) überdacht. Wie wir bei unserem letzten Aufenthalt an der Via Claudia Augusta feststellen konnten sind inzwischen entlang der Route zahlreiche Meilensteine von Freunden der Römerstraße aufgestellt worden.

 

Die winzige Fuhrmannsküche vermittelt einen Eindruck

vom kargen, harten  und entbehrungsreichen Leben der

Fuhrleute im Mittelalter.

 

Die mittelalterliche Fuhrmannsküche:

Sehenswert im Gasthof Hanswirt ist auch die Fuhrmannsküche aus dem Mittelalter. Sie vermittelt einen Eindruck davon, daß es wohl zu allen Zeiten ein hartes Leben war auf der Straße unterwegs zu sein.

Eine kleine Feuerstelle ermöglichte den Fuhrleuten in dem winzigen, rußgeschwärztem Raum die Zubereitung einer warmen Mahlzeit. Hart und entbehrungsreich war das Leben der Fuhrleute. Der Ausgang der Reise ungewiß, denn Gefahren lauerten überall und die Verkehrswege waren schlecht, wurden sie doch ohne Instandsetzungsmaßnahmen im Mittelalter noch so genutzt, wie sie aus der Zeit des Römischen Reiches hinterlassen worden waren.

Manch einer, der hier seine kärgliche Mahlzeit speiste, konnte froh sein, daß er die Passage über den Reschenpaß gut überstanden hatte. Andere, die mit wertvollen Waren von Venedig in den Norden unterwegs waren, hatten die strapaziöse und gefahrvolle Überquerung der Alpen über den Reschenpaß und den Fernpaß noch vor sich. Harte Arbeit bedeutete es auch für die Fuhrleute die steilen Schiebestrecken im Gebirge zu meistern.

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