Selten ist ein Jahr, in dem nicht ausgezeichnete Wintersportmöglichkeiten auf dem Kamm des Erzgebirges vorherrschen. Meißt gibt es hier oben beste Schneebedingungen bis Ostern. Jedoch geht die Klimaerwärmung auch an den Schneeverhältnissen im Erzgebirge nicht spurlos vorüber. In den letzten Jahren kam es besonders in den tiefer gelegenen Regionen des Erzgebirges zu schlechteren Wintersportbedingungen als in früheren Jahren.

    Wem die Kammloipe auf der sächsischen Seite nicht reicht, der kann ins Böhmische auf die Skimagistrale Erzgebirge / Krusne Hory wechseln.

    Wir haben aus Gründen der Unklarheit auf Tschechischer Seite zwischen Klingenthal und Johanngeorgenstadt einfach die Kammloipe benutzt und sind erst ab Henneberg Grenzeck (bei Johanngeorgenstadt) auf die Skimagistrale gewechselt.
    Diese Loipe verläuft dann über den gesamten Erzgebirgskamm vom West- ins Osterzgebirge, also von Schöneck im Vogtland bis Altenberg oder alternativ Zinnwald und Geißing im Osterzgebirge., Die Skimagistrale wechselt die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien mehrfach. Mit Beitritt der Tschechischen Republik zum Schengener Abkommen im Jahr 2008 kann die Grenze jeder Zeit übertreten werden, die Skimagistrale ist so angelegt, daß sie offizielle Übergänge ermöglicht.

 
Einige Grenzübertritte sind aus Gründen des Naturschutzes nicht erwünscht. Durch ungenaue Ausschilderung ist der Verlauf der Skimagistrale auf Böhmischer Seite bis hin zur Pflege der Loipe vage. Die Skimagistrale auf der tschechischen Seite ist teilweise mit dem tschechischen Kammweg identisch und so mit rotem Balken markiert. Das kann Hilfe sein, denn die Tschechen haben sich bei der Markierung der Skimagistrale nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Wir empfehlen grundsätzlich die Grenze nur an den vorgesehenen Übergangsstellen zu überqueren, um nicht mit anderen Problemen, beispielsweise dem Naturschutz in Konflikt zu geraten. (Ganz wichtig, denn die Tschechen suchen immer nach "guten Gründen."). Offizielle Grenzübergänge erkennt man an den Hoheitszeichen.

BEACHTEN SIE DESHALB UNBEDINGT DIE HINWEISE AUF DEN INFO-TAFELN DER WANDERÜBERGÄNGE ZUR SKIMAGISTRALE GENAU !
 
 
Der Einstieg auf die Skimagistrale ist an folgenden Punkten am besten möglich:

Am Grenzübergang unterhalb des Aschberg (Nur Skifahrer) Diese Strecke wird aus Gründen des Naturschutzes nicht mehr gespurt. Die Strecke ist deshalb im Tiefschnee bis Rolava/Sauersack - (Prebuz/Frühbus) - Jeleny als Tagestour schlecht zu bewältigen.

In Weitersglashütte - nicht möglich (Übergang nach Rolava / Sauersack ist wegen dem Naturschutz nicht geöffnet)

Am Parkplatz Sauschwemme an der Verbindungsstraße Wildenthal-Johanngeorgenstadt Übergang am Grenzübergang nach Jeleny / Hirschenstand (Straße - Skifahren nur bedingt möglich !)
Übergang im Grenzeck - ab Gasthaus Henneberg ausgeschildert.

Am besten man meidet in diesem Bereich Tschechien und nutzt die Kammloipe von Schöneck bis Johanngeorgenstadt (Henneberg - Grenzeck).

Einstieg in Johanngeorgenstadt / Wittigsthal
Übergang nach Potucky / Breitenbach von dort mit dem Zug nach Platten / Horny Blatna Einstieg in die Loipe an der Straße in Richtung Novy Hamry. Oder mit dem Zug bis nach Pernink / Bärringen; die Loipe kreuzt die Bahnline einige Meter zurück in Richtung Platten / Horny Blatna.

In Breitenbrunn und Rittersgrün
Übergang in Halbemeile - sehr weit bis zur Skimagistrale.

 

In Rittersgrün, Ehrenzipfel und Tellerhäuser, Oberwiesenthal
Ausgeschilderter Zubringer zur Skimagistrale. Übergang am Deutschen Gehau, die Loipe verläuft hier unmittelbar in Grenznähe. Nicht aber die Loipe der Skimagistrale, diese kommt vom Pleßberg / Plesivec herüber und führt hinter dem Spitzberg nach Bozy Dar.

Weitere Grenzübergänge an diesem Zubringer

Rittersgrün (Ortsausgang in Richtung Oberwiesenthal )
Ehrenzipfel (An der Straßenbiegung)
Tellerhäuser (In Nähe der Ringloipe)

 

Oberwiesenthal - Kupferberg / Medenec - Preßnitz-Talsperre - Satzung
Über den Straßengrenzübergang Oberwiesenthal / Bozi Dar oder Wanderübergang für Skifahrer am Deutschen Gehau.

Die Strecke über den Keilberg (Klinovec), Wirbelstein, Kreuzstein, Kupferberg (Medenec), Preßnitztalsperre bis nach Satzung führt durch völlig entsiedelte Gebiete und ist nur trainierten Skifahrern zu empfehlen. Es muß außerdem mit extremen Bedingungen durch Schneewehen und Sturm gerechnet werden. Der Grenzübertritt nach Satzung erfolgt auf der ehemaligen Preßnitzstraße.

 

Beachten Sie, daß die Überquerung des Keilberges auf der Skimagistrale von den Sicherheitsbedingungen infrage gestellt werden muß. Zum einen konnte uns selbst die Bergwacht auf dem Keilberg keine Angaben zum Verlauf der Skimagistrale machen. Auf der Nordumfahrung müssen vier stark frequentierte Skipisten, auf der Südseite eine stark frequentierte Skipiste überquert werden -   man möchte es  kaum glauben. Besser man steigt am Fuße des Keilberges (Wirbelstein / Melouziny) neu ein. Die Skimagistrale von Bozy Dar / Gottesgab über den Keilberg hinab zum Wirbelstein / Melouziny ist schlecht beschildert. Wir haben die Trasse erst einmal im Sommer erkundet und sind einmal etwa 100 Meter die letzte Abfahrtspiste hinunter gekrachselt, wo man dann auf die ehemalige nördliche Umfahrung des Keilberges der Skimagistrale kommt, die jetzt von den Liftbetreibern versperrt wird. Die andere, jetzt offizielle Strecke auf der Südseite beschreiben wir nachfolgend:

 

Die Skimagistrale zweigt von der Straße Bozy Dar / Gottesgab nach Medenec / Kupferberg unterhalb des Abzweigs zum Klinovec / Keilberg nach rechts ab. Ein Schild "Skimagistrale" ist hier nicht vorzufinden. Aber es steht ein großes Hinweisschild auf Radwege, die den gleichen Verlauf haben, am Straßenrand. Man folgt immer dem Hauptweg, erreicht eine Abfahrtspiste, die man queren muß und auf halben Wege eine Schutzhütte. Wem es zu weit ist, der kann hier an dieser Schutzhütte zum Klinovec / Keilberg hinauf krachseln (gelbe Markierung).

Auf einer Lichtung mit schönen alten Bäumen (Soucha 2 Kilometer) hat man einen herrlichen Blick zum Pleßberg (Plesivec).

Auch sonst gibt es atemberaubende Fernblicke hinab ins Böhmische Becken. Die Loipe ist nicht gespurt, das Fahren anstrengend und die Strecke ist sehr zeitintensiv.

An der Schutzhütte "Na Soucha" findet sich wieder ein Wegweiser. Nun sind es noch 3 Kilometer bis zum Wirbelstein / Melouziny.

Wir sind die Strecke dann zurück zum Grenzübergang Oberwiesenthal auf der Fahrstraße gegangen, was besonders an Ski-Wochenendtagen mit viel Autoverkehr verbunden und damit am Abend gefährlich ist. Insgesamt dürften wir bei dieser Tour bis zurück zum Parkplatz am Fichtelberg 25 Kilometer bewältigt haben.

Vom Wirbelstein nach Kupferberg sind es nochmals 10 Kilometer. Zunächst folgt man der Forststraße entlang des Wirbelsteines und biegt dann nach links zum Kreuzstein ab - SM-Schild. Es folgt in Bereich des Kreuzsteinmassivs ein SM- Schild beim "1000er" des Kreuzsteines und ein weiteres SM-Schild, das etwas schräg gestellt ist. Hier nicht nach links abzweigen! Erst am übernächsten Abzweig, einer Gabelung, nach links dem bald steil abfallenden Weg folgen (Kein Wegweiser! - Was haben die Tschechen eigentlich mit den EU-Fördermitteln für die Skimagistrale gemacht!). Nach der Steilstrecke findet sich ein total verblichener Wegweiser "SM". Der Forststraße steil nach links folgen, auch hier keine eindeutige Ausschilderung. Nach einer Forsthütte macht die Straße an einem Bach eine scharfe Kehre Es folgt bald ein scharfer Linksknick in Richtung Straße nach Medenec / Kupferberg. Die "Loipe" führt bald nach rechts immer etwas abseits der Straße entlang nach Kupferberg / Medenec. Die Loipe wird hier wohl von Privatleuten gespurt...

Die Loipe ab Kupferberg / Medenec und weiter zum Preßnitz-Stausee ist kaum oder schlecht gespurt. Bis zum Bahnhof Kupferberg kann man mit einer Loipenspur rechnen. Am Bahnhof Kupferberg ist nochmals ein Wegweiser "SM". Die weitere Kennzeichnung der Skimagistrale ist vage.

Der Übergang von Böhmen nach Sachsen (Satzung am Hirtstein) liegt sehr einsam. Man zweigt vom Alten Preßnitzweg nach links ab und erreicht dann die Grenze nach vielleicht 3 Kilometern.

 

Satzung, Reitzenhain, Kühnhaide, Niedernatzschung

Vom Grenzübergang "Alter Preßnitzweg" führt die Skimagistrale auf sächsischer Seite bei entsprechenden Schneeverhältnissen gut gespurt zum Rastplatz "Lustiger Hans" und zum Sportplatz der Ortschaft Satzung (Hirtstein). Weiter führt die Skimagistrale hinauf zum Hirtstein und vom Hirtstein hinab und auf ungespurter Loipe weiter nach Reitzenhain, Kühnhaide, Forsthaus (Infotafel "Alte Salzstraße"), Niedernatzschung (Grenzübergang).

Vom Hirtstein bis nach Reitzenhain und nach Niedernatschung ist die Skimagistrale wohl selten gespurt. Ausnahme ist der Bereich Kühnhaide. Hier wird gespurt und die Ausschilderung ist gut. Man folgt ab Reitzenhain dem Kunstgraben bis nach Kühnhaide. Die Skimagistrale führt nun in der Regel gespurt nach Kühnhaide und Rübenau, wo sie südlich des Ortes quer über die Flächen dieser Streusiedlung nach Obernatzschung und Niedernatzschung führt. Hier an einem Übergang für Fußgänger wechselt die Skimagistrale dann vom Deutschland nach Tschechien.

 

Rübenau / Niedernatschung / Kallich (Kalek)

Der Grenzübergang führt von Niedernatzschung nach Kallich / Kalek.

Die Strecke von Kallich (Kalek) nach Katharinaberg führt durch unbesiedeltes Waldgebiet. Man sollte entsprechende Vorsorge treffen, gute Orts- bzw. Orientierungskenntnisse haben und auf dichten Nebel eingestellt sein. (Kompaß!) Auf die Trasse gut achten, sie zweigt nach einem See (Rudolický Rybnik) recht unscheinbar nach rechts ab. Orangerote Markierung beachten.

 

Deutschkatharinaberg

Grenzübergang für Fußgänger, neuerdings auch für PKW von Katharinaberg (Hora Sveta Kateriny) nach Deutschkatharinaberg. In Deutschkatharinaberg führt die Skimagistrale als Skiwanderweg in den Purschensteiner Wald oberhalb Deutschneudorf, wo sie über die Höhen zwischen Seiffen und Deutscheinsiedel verläuft.

 

Auf Tschechischer Seite kann man ebenfalls bis Mnisek / Einsiedel fahren und dann auf die deutsche Seite nach Deutsch-Einsiedel wechseln bzw. bis zum Übergang Göhrener Tor fahren.

Wir empfehlen insbesondere bei schlechten Schnneeverhältnissen den Einstieg ab Seiffen (Parkplatz am Freilichtmuseum).

 

Seiffen Am Freilichtmuseum (Parkplatz).

Die Skimagistrale führt nun auf der großen Ringloipe zum Abladeflügel und über den Grenzübergang "Göhrener Tor" in die Tschechische Republik. Der roten Markierung folgend geht es zunächst steil bergauf zum Jeleni Hlava / Hirschkopf (874 m).

Steil bergab gelangt man in das Tal des Wernsbaches und folgt dem Bachlauf bis zur Rauschenbachtalsperre und zum Grenzübergang Böhmisch Georgendorf (Cesky Jircetin) / Deutschgeorgenthal. Hier findet man auch die Ausschilderung der Tschechischen Skimagistrale KLM, die von hier auf tschechischer Seite über den Kamm ostwärts führt.

 

Böhmisch Georgendorf / Cesky Jircetin - Deutschgeorgenthal

Hat man den Grenzfluss über die Brücke gequert, biegt man auf der Straße nach rechts ab (Hotel Grenzhof). Zirka 150 bis 200 Meter bergauf steigt man wieder in die Skimagistrale ein (Hinweistafel Skimagistrale). leicht bergauf erreicht man das Torfhaus oberhalb Rechenberg-Bienenmühle Leider ist das Torfhaus als Gaststätte nicht genutzt so daß eine Verpflegungsstelle hier leider nicht mehr vorhanden ist. In leichter Abfahrt erreicht der Skifahrer Teichhaus (oberhalb Rechenberg-Bienmühle).

 

Rechenberg Bienenmühle - Teichhaus

Der Skifahrer nutzt nun in vorzüglich gespurter Loipe nach rechts den Bahndamm der 1972 stillgelegten Bahnlinie nach Neuhermsdorf - Rehefeld. Hier geht es entsprechend den Ansprüchen einer Lokomotive immer leicht und stetig bergan, was nach vielen bereits absolvierten Kilometern zu schaffen machen kann.

 

Neuhermsdorf - Rehefeld

Der Bahnhof Neuhermsdorf - Rehefeld ist eine besondere Attraktion an der Skimagistrale. Hier kann der Skifahrer unmittelbar an der vorzüglich gespurten Loipe Rast einlegen und auch übernachten. Nach getaner "Arbeit" in der Loipe ist es schön im Restaurant mit Wintergarten anderen Skifahrern zuzuschauen, die unmittelbar vor dem Hotel vorbeifahren.

Auch dem Eisenbahnfan wird in einer kleinen Ausstellung etwas geboten.Hier kam einst kein geringerer an als der Sächsische König an. Allerdings nicht auf Skiern sondern im Salonwagen. Über Freiberg kam der König von Dresden mit der Eisenbahn hier herauf um der Jagd in den weiten Wäldern um sein Rehefelder Jagdschloss zu frönen.

Empfangen wurde der König in der eigens für ihn hergerichteten Empfangshalle mit einer phantastisch schönen Kassettendecke. Der Raum dient heute Hochzeiten und Familienfeiern. Er wird sehr oft und gern genutzt, wie man anhand der zahlreich gepflanzten Hochzeitsbäume ersehen kann.

Die Bahnstrecke Neuhermsdorf - Moldava wurde bereits 1951 (Nach Festlegung der Grenzen Tschechiens) stillgelegt und als Reparationsleistung von den Russen demontiert. Vorher im Zweiten Weltkrieg wurde die gedeckte Lage des Bahnhofes für Lazarettzüge genutzt.

 

Neurehefeld - Moldava

Am Grenzübergang Neurehefeld verläßt die Skimagistrale den Bahndamm. Die Bundesstraße wird gequert und bald geht es in angenehmer Talfahrt hinab nach Zaunhaus - Rehefeld

 

Zaunhaus - Rehefeld nach den Endpunkten der Skimagistrale in Altenberg oder Geißing

Unmittelbar am Zaunhaus führt die Skimagistrale weiter am Grenzbach entlang. Gut gespurt geht es stetig leicht bergauf durch stille Wälder. Am Weg "Schneise 28" muß man entscheiden, ob man nach Altenberg oder nach Geißing fahren möchte. Da sich hier die Skimagistrale teilt, wäre eine bessere Ausschilderung dringend für den Ortsunkundigen wünschenswert.

Die Strecke nach Geißing führt entlang des Zinnwalder Hochmoores und bietet bei schönem Wetter einmalige landschaftliche Reize. Da wir stürmische Tage mit starken Verwehungen erwischt hatten entschieden wir uns für Altenberg. Auch hier ist die Skimagistrale für den Ortsunkundigen nicht eindeutig ausgeschildert. So stiegen wir hinauf zum Kahleberg (Weil das alle taten, und was wir aufgrund der landschaftlichen Reize auch nicht bereuten.). Über den Alten Rehefelder Weg erreicht man dann Altenberg. Nach über 170 Kilometern über den Erzgebirgskamm weist nun das orangene Schild ins Vogtländische Schöneck. Wir sind am Ziel und etwas berührt es geschafft zu haben. Sollten wir nun wieder zurück nach Schöneck fahren...???

 

 

Resümee:

Wir sind in einzelnen Etappen die Skimagistrale / Kammloipe zwischen Schöneck und Oberwiesental sowie Bozi Dar und Keilberg, von Satzung bis nach Katharinaberg / Deutschneudorf gelaufen. Weiter ging es von Seiffen nach Deutsch-Georgenthal und weiter nach Teichhaus, Neuhermsdorf, Neurehefeld, Zaunhaus-Rehefeld nach Altenberg.
Da wir keine sportlichen Skiläufer sind, haben wir die Etappen so gelegt, daß sie für den ganz normalen Skiwanderer zu bewältigen sind. Auf der sächsischen Seite ist die Loipe immer vorzüglich gespurt, es gibt aber auch Teilstrecken auf denen die Gemeinden nicht spuren. Auf diesen Strecken soll nunmehr die Skimagistrale als Skiwanderweg deklariert werden. Nach Neuschnee ist die Loipe auf der böhmischen Seite  nicht immer gleich gespurt oder eben nur durch vorausfahrende Skifahrer etwas gespurt.  Das Fortkommen ist dann schwer. Wenn die Loipe an exponierten Stellen nicht erkennbar ist, so ist die Skimagistrale auf freien Flächen mit Stangen markiert, die auch bei dichtem Nebel eine Orientierung ermöglichen. Leider aber ist auf der tschechischen Seite die Skimagistrale ab Keilberg / Klinovec nach Osten sehr schlecht und nicht eindeutig ausgeschildert. Das kann zu Irretationen führen, die den nicht trainierten Skifahrer auch in eine mißliche Lage bringen kann.

Auf deutscher Seite ist die Skimagistrale, abgesehen von kleinen Mängeln sehr gut ausgeschildert. Auf Tschechischer Seite sollte man aufgrund der mangelhaften Ausschilderung auf die roten Markierungen des Kammweges achten. Das entspricht zwar nicht immer der Skimagistrale, hilft aber ans Ziel.


Ein Problem stellt die verkehrsmäßig sehr schlechte Anbindung an die Skimagistrale in Tschechien dar. Die Grenzübergänge sind weit auseinander und auch vom nächstliegenden Parkplatz in Deutschland weit entfernt. Will man die Kammloipe gesamt ablaufen, sollte man übernachten, denn es gibt nur ungenügende Rückfahrtmöglichkeiten an den Ausgangspunkten. Man muß in Tschechien große Distanzen bei widrigen Wetterverhältnissen bewältigen können. Unbedingt beachten sollte man auch, daß die Region des Tschechischen Erzgebirgskammes 1945 mit der Vertreibung der deutschen Bevölkerung zu großenTeilen entvölkert wurde. Die Strecken zu den Ortschaften sind oft weit und ohne menschliche Ansiedelungen. Viele Häuser sind nur Wochenenddomizile. Gastronomische Einrichtungen an der Loipe gibt es nicht in dem Maße wie an der Kammloipe in Deutschland. Die Wege zu den gastronomischen Einrichtungen in den Orten sind zeitaufwendig.

Die Beschilderung läßt auf Tschechischer Seite sehr zu wünschen übrig. Am Klinovec muß mindestens eine oder aber vier Abfahrtspisten gequert werden. Dazu Schlepplifte und Schikanen der Pistenbetreiber.
 

Verpflegungsmöglichkeiten direkt an der Skimagistrale (mindestens Buffett) sind möglich in:

 

Hirschenstand / Jeleny (Gasthaus)

Abertham / Abertamy 
(Am Ausstieg aus der Loipe unterhalb der Lessighäuser / Lesnik - Buffett in Hütte am Parkplatz)

Verbindungsstraße Abertham / Aberthamy nach Ryzovna / Seifen 
(Buffett in einem ehemaligen Verpflegungswagen der Armee)

Bozi Dar / Gottesgab (zahlreiche Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten)

Klinovec / Keilberg

auf dem Hirtstein

Gemeinde Hirtstein

Kühnhaide

    Katharinaberg / Hora Sveta Kateriny

Deutschkatharinenberg / Seiffen (zahlreiche Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten)

    Böhmisch Georgendorf (Cesky Jiretin) / Deutschgeorgenthal (Auch Übernachtung im Gasthof Grenzhof).

    Torfhaus (zur Zeit nicht bewirtschaftet)

    Teichhaus (Gasthaus "An der Loipe")  -  (zahlreiche Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten)

    Neurehefeld SWF Spothotel direkt an der Loipe - "Skibahnhof"

    (Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten auch im Ort selbst)

     

    Zaunhaus Rehefeld

    Etwas weiter unten im Ort.  -  (Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten)

    Strecke nach Altenberg  - auf dem Kahleberg

    Strecke nach Geißing Lugsteinbaude

    Die Wintersportorte Geißing, Zinnwald-Georgenfeld und Altenberg bieten Übernachtungsmöglichkeiten und Gaststätten in reicher Anzahl, Voranmeldung ist zu empfehlen.

     

 

Auch wenn die Loipe von Skifahrern gut frequentiert ist, sollte man im Notfall per Handy Hilfe anfordern können. Leider ist die Hilfe mit Kartenhandy bei den tschechischen Anbietern nicht möglich.
Prägen Sie sich unbedingt die manchmal langen Notrufhinweise der tschechischen und deutschen Bergwacht an den Schutzhütten ein, besser schreiben Sie sich diese auf.

Sie treffen oftmals lange Zeit keine Menschenseele. Nicht einmal die Bergwacht auf dem Klinovec kannte die Skimagistrale! - Also Vorsicht.

        Für den weniger trainierten Skifahrer empfehlen wir die Skimagistrale in ihrer gesamten Länge in den nachfolgenden Tagesetappen zu erschließen:

0. Etappe:

entspricht der Kammloipe  (3 Tagesetappen für den weniger sportlichen Skifahrer).

1. Etappe:

Von Johanngeorgenstadt ( Parkplatz Sauschwemme) über das Grenzeck nach Bärringen / Bärnink und zurück.

2. Etappe:

Von Johanngeorgenstadt oder von Potucky / Breitenbach mit dem Zug nach Bärringen / Bärnink von dort auf der Loipe bis

Hengsterben / Hrebecna und zurück zum Zug oder über den Plattenberg auf Skiern zurück zum Bahnhof Platten oder auf Skiern hinab nach Potucky / Breitenbach.

Von Tellerhäuser über den Grenzübergang am Deutschen Gehau auf die Skimagistrale und zum Spitzberg / Spicak bis Hengsterben / Hrebecna und zurück. WEITER

3. Etappe:

Von Tellerhäuser über den Grenzübergang am Deutschen Gehau auf die Skimagistrale und zum Spitzberg / Spicak bis Hengsterben / Hrebecna und zurück. WEITER

4. Etappe:

Von Tellerhäuser über den Grenzübergang am Deutschen Gehau auf die Skimagistrale und zum Spitzberg / Spicak dort zurück nach Gottesgab / Bozi Dar und hinauf zum Keilberg / Klinovec und zurück über den Straßengrenzübergang auf die Loipe nach Tellerhäuser. WEITER

5. Etappe:

Vom Klinovec, den man über eine Trasse links entlang seitlich der Abfahrtspiste gegenüber dem Grünen Haus erreicht, biegt man kurz vor dem Abzweig der Fahrstraße zum Klinovec nach rechts in einen Forstweg ab (großer Wegweiser für Radwege aber kein Hinweis auf die Skimagistrale). Die Skimagistrale läuft ungespurt auf der südlichen Seite sehr weitläufig um den Klinovec herum. vom Wirbelstein (Melouciny) führt die Skimagistrale am Kreuzstein vorbei fast hinauf zur Fahrstraße (Achtung schlecht ausgeschildert und bis zur Straße nicht gespurt!) weiter nach Medenec (Kupferberg) zur Preßnitztalsperre und über den sogenannten Preßnitzweg auf deutsches Gebiet am Hirtstein. Die Strecke ist als Tagestour sehr weit, die Loipe wahrscheinlich nicht oder nur selten gespurt, und der Übergang über die Grenze sehr abgelegen. Man muß mit extremen Verwehungen und Sturm rechnen. Die Strecke ist schlecht oder überhaupt nicht beschildert.

Also Vorsicht! Selbst die Tschechische Bergwacht konnte uns den Weiterweg nicht beschreiben noch wußte man etwas von einer Skimagistrale.

6. Etappe:

Vom Grenzübergang "Alter Preßnitzweg" führt die Skimagistrale gut gespurt zum Rastplatz "Lustiger Hans" und zum Sportplatz der Ortschaft Satzung. Weiter führt die Skimagistrale hinauf zum Hirtstein und vom Hirtstein weiter nach Reitzenhain, Kühnhaide, Forsthaus (Alte Salzstraße), Niedernatzschung (Grenzübergang). Siehe auch folgende Etappe.

7. Etappe:

Von der Gemeinde Satzung am Hirtstein über Raitzenhain nach Rübenau folgt man der Beschilderung auf Forstwegen. Die Skimagistrale führt nun in der Regel mehr oder weniger gespurt nach Kühnhaide und Rübenau, wo sie südlich des Ortes dem Grenzweg folgt nach Obernatzschung und Niedernatzschung wo sie dann deutsches Territorium in Richtung Kalek / Kallich verläßt.

8. Etappe:

Von Niedernatschung nach Kallich (Kalek) (Grenzübergang für Füßgänger). Zirka 100 Meter nach dem Grenzübergang am Zollager dem Hohlweg bergauf zum Wald folgen. Eine Fahrstraße führt durch den Wald. Skifahren bedingt möglich. Nach einem großen See (Kovarsky Rybnik) führt die Skimagistrale nach rechts ab (spärliches rotes Wegzeichen beachten).

Der Fahrstraße nach Katharinaberg / Hora Sveta Katariny folgen. Unten (um die Stadtanlage auf dem Berg) nach rechts der Straße folgend erreicht man den Grenzübergang für Fußgänger jetzt auch für PKW nach Deutschkatharinaberg.

9. Etappe:

Von Deutschkatharinaberg hinauf nach Seiffen und weiter bis zum Grenzübergang für Skifahrer "Göhrener Tor" zum

Jeleni Hlava / Hirschkopf (874 m) und hinab nach Böhmisch Georgendorf (Cesky Jiretin) / Deutschgeorgenthal (Grenzübergang).

Oder von Katharinaberg / Hora Sveta Katariny nach Böhmisch Einsiedel / Mnisek über die Grenze nach Deutscheinsiedel und zum Loipeneinstieg in Seiffen (Oberhalb Freilichtmuseum).

Die Skimagistrale führt durch den Wald zum sogenannten Abladeflügel und verläßt am sogenannten Göhrener Tor Deutschland. Auf tschechischer Seite geht es zum Jeleni Hlava / Hirschkopf (874 m) und hinab nach Böhmisch Georgendorf (Cesky Jiretin) / Deutschgeorgenthal (Grenzübergang).

10. Etappe:

Von Deutsch-Georgenthal folgt man gleich nach dem Grenzübergang der Straße nach rechts bergauf und erreicht nach etwa 150 bis 200 Metern den Einstieg in die Loipe der Skimagistrale (Informationstafel Skimagistrale).

Am Grenzbach entlang (Floßgraben - technisches Denkmal) erreicht man immer leicht bergauf das Torfhaus oberhalb von Rechenberg-Bienenmühle. In steiler Abfahrt geht es hinab nach Teichhaus. Nach rechts folgt man der Loipe hinauf nach Neuhermsdorf, wo man direkt an der Loipe im Skibahnhof verköstigt wird oder auch übernachten kann.

Wer hier nichts findet, der kann auch im Ort Neuhermsdorf Gaststätten und Quartier finden.

11. Etappe:

Von Neuhermsdorf den Bahndamm weiter auf gespurter Loipe folgend erreicht man den Grenzübergang Neuhermsdorf / Moldava (Moldau). Den Bahndamm verlassend und die Bundesstraße querend erreicht der Skifahrer schnell wieder die Loipe der Skimagistrale. Nun geht es in ungefährlicher Talfahrt bergab nach Zaunhaus-Rehefeld. Vor dem alten Zaunhaus (Informationstafel Skimagistrale). Von dort nach rechts am Zaunhaus vorbei dem Grenzbach bergauf folgend. Stets leicht bergauf führt die Skimagistrale zur sogenannten "Schneise 28". Hier muß sich der Skifahrer für den Weg durch das landschaftlich reizvolle Zinnwalder Hochmoor nach Geißing entscheiden oder als Ziel Altenberg wählen. Wir entschieden uns für Altenberg über den Kahleberg hinab auf der Alten Rehefelder Straße in den Wintersportort Altenberg (Denn es hatte zwei Tage lang gestürmt und geweht...).

Nun standen wir vor dem Schild der Skimagistrale und es zeigte mit einer Kilometerangabe über fast 170 Kilometer hinüber in Richtung Schöneck im Vogtland. Es war geschafft, wir hatten den Erzgebirgskamm in seiner ganzen Länge im Winter überschritten und aus einer anderen Perspektive völlig neue Eindrücke von dieser einmaligen Gebirgslandschaft gewinnen können.

Diese Seite hat nun also doch Redaktionsschluß!  Wir haben es geschafft, den inneren Schweinehund immer mal wieder zu überwinden, so wie das die Zeit erlaubte. Manchmal bei einer Witterung, wo man keinen Hund hinter dem Ofen hervor lockt.

Aber wir sind natürlich für Hinweise zu dieser Webseite sehr, sehr dankbar... Schicken Sie uns wann immer Sie wollen eine Email, damit von dieser Seite auch noch ein paar eventuelle Mängel beseitigt werden können. Wir werden diese Homepage nun ein bißchen schöner gestalten und aufbauen und hoffen unser uneigennütziger Service animiert recht viele Freunde des Langlaufes diese Skimagistrale zu meistern. Für eventuelle Fehler und Irrtümer können wir keine Gewähr übernehmen.

Und auch an alle Trittbrettfahrer und Abschreiber von dieser Homepage, die in langer Recherche entstanden und in der Loipe erkundet ist, ein:

SKI HEIL !!!

Auf der Skimagistrale bei Bozi Dar (rechts):

 
unten (von links nach rechts):

 
Verpflegungswagen bei Hrebrecna, 

Skimagistrale im Nebel, 

Abendstimmung am Spitzberg

LETZTE AKTUALISIERUNG: 28.01.2009