WANDERERLEBNISSE
IN SACHSEN


RABENAUER GRUND

D I E   W A N D E R S E I T E N   D E R   F A M I L I E   T R O M M E R
© Wolfgang Trommer

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 Einzigartige Landschaftsformationen tun sich dem Wander auf

 

Durch schöne Buchenbestände schweift der Blick zum Brautbett

 

Der Predigtstuhl

 

 

Das Brautbett 

  

       Mühlengeschichte

  

 

LETZTE AKTUALISIERUNG:

28.07.2009

 

Der Paul-Laue-Steig

 

 

Der Paul Laue Steig beginnt an der Arthur-Lose-Brücke, auf der man die Weißeritz quert. Auf romantischem Waldpfad steigt man steil bergauf und kann sich an der Schönheit der Fels- und Pflanzenwelt erfreuen. Nach dem etwas anstrengendem Aufstieg erreicht man auf der Höhe den Predigtstuhl. An diesem markanten Felsen sammelte im Dreißigjährigen Krieg 1639 Pfarrer Botenhäuser die Einwohner von Rabenau. Nachdem am Palmsonntag Schwedische Truppen die Stadt Rabenau gar schrecklich heimgesucht und zerstört hatten sprach der Pfarrer den Menschen Trost und Mut zum Wiederaufbau ihrer Heimatstadt zu. Die Lage der Stadt Rabenau an einem wichtigen Handelsweg über das Erzgebirge hatte in unruhigen Zeiten seine Nachteile.

Nicht weit vom Predigtstuhl entfernt befindet sich eine weitere romantische Felsformation, das Brautbett. Der Sage nach begehrte Junker Jeschko von Dohna die Tochter des auf der Rabenauer Burg ansässigen Ritters. Der Junker aber wurde schroff abgewiesen, was ihn zu damals legitimen Mitteln der Gewalt greifen ließ. Der Junker raubte das Burgfräulein und hielt mit ihr Hochzeit auf diesem Felsen und das ohne Fest und kirchlichen Segen. Ob die Braut damit einverstanden war ist wohl nicht überliefert. Bekannt ist nur, daß die Sitten unter den edlen Herren rauh waren.

Der Weg führt nun weiter über den Höhenweg, der nach dem verdienstvollen Heimatfreund Paul Laue benannt ist, neuerdings aber auch Teil des Rabenauer Sagenweges wurde.

Wir erreichen die Vogelstellige, eine Felsen hoch über dem Rabenauer Grund, der auch tiefe Einblicke hinab ins schroffe Felsental des Grundes gewährt.

Hier bauten die Rabenauer Bürger ihre Leimruten und Netze auf um den heimischen Vögeln nachzustellen. Die Vögel wurden dann ins nahe Dresden verkauft. In alten Akten soll der Ort noch bis ins 19. Jahrhundert als Vogelherd verzeichnet sein. Wurden die Vogelfänger auf frischer Tat gestellt mußten sie Dienste für die Stadt Rabenau ableisten.

An der Rabenauer Siedlung lädt die weiße Bank zu einer Rast mit einem einmaligen Blick auf die alte Stuhlbauerstadt Rabenau ein. Wir erreichen in einem tief eingeschnittenen Seitental des Grundes den Semmelsteig, auf dem die Semmelweiber einst in Tragkörben das kostbare Gebäck von der Rabenauer Mühle in den Plauenschen Grund und bis nach Dresden zu den wohlhabenden Kunden trugen.

 

Wir steigen hier noch nicht zur Rabenauer Mühle hinab, sondern steigen noch einmal aufwärts. Vom Großvaterstuhl, einem Felsen oberhalb des Rabenauer Bahnhofes haben wir noch einmal einen schönen Blick hinab zur Rabenauer Mühle. An der Friedenseiche, auf dem 1890 angelegten Friedensplatz endet unsere Wanderung. Man steigt nun hinauf zur Stadt Rabenau oder erreicht in steilem Abstieg das Tal des Oelsabaches, der hier in die Weißeritz mündet.

 

 

 

 

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