WANDERERLEBNISSE
IN SACHSEN


RABENAUER GRUND

D I E   W A N D E R S E I T E N   D E R   F A M I L I E   T R O M M E R
© Wolfgang Trommer

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LETZTE AKTUALISIERUNG: 02.01.2014

 

 

Wanderweg ist zwischen Rabenau und Freital-Coßmannsdorf wieder geöffnet

 

 EINE WANDERUNG DURCH DEN RABENAUER GRUND NACH DEM HOCHWASSER 2013 - ein Rückblick

 

 

Absperrband versperrten den Wanderweg von Seifersdorf bis Freital-Coßmannsdorf und auch Verbotsschilder sollen dem Wanderer Einhalt gebieten. Weil die Absperrbänder immer wieder zerschnitten werden sollen Bauzäune den Rabenauer Grund verbarrikatieren. Mit hohen Geldstrafen wird vor dem Betreten des Rabenauer Grundes gewarnt.

Was ist geschehen? Das Hochwasser Anfang August hat den überdimensionalen Radweg, der nach der Flut 2002 angelegt worden war und einer Straße durch den einst idyllischen Rabenauer Grund gleicht, einfach in Teilen wieder weggespült.

Wollte man bis Dezember 2013 im Rabenauer Grund wandern wäre das zwischen Rabenau und Freital Coßmannsdorf mit einer Kletterpartie über Geröllflächen verbunden, die manchen Wanderer eigentlich nicht abschrecken würden. Ähnliche Geröllfelder muss man in den Alpen manchmal stundenlang durchqueren und dort käme keiner auf die Idee den Weg zu sperren. Aber hier in Deutschland wiehert der Amtsschimmel. Erst muss einmal geklärt werden wann und wie man den Weg reparieren könnte. dann ist da noch die Fluthilfe, von der man Gelder bekommen könnte. Außerdem könnte bei einem Unfall eine verletzte Person nicht ganz so schnell geborgen werden.

Jedenfalls war der Weg nun für Wanderer und erst recht für Radfahrer gesperrt. Letztere forderten natürlich vehement den Weg bald instand zu setzen, denn es gibt nichts Schöneres als durch den Rabenauer Grund zu radeln. Die Wanderer und Spaziergänger hingegen haben die zahlreichen und manchmal auch rücksichtslosen Radfahrer längst als eine Gefahr im Rabenauer Grund erkannt.

 

Was also ist geschehen. Das Tal des Rabenauer Grundes war von jeher ein idyllisches Tal mit einem Wildwasser. Um nach der Flut von 2002 den Wander- und Schieneweg hochwassersicherer wieder aufzubauen setzte man nach 2002 den Gleiskörper auf eine erhöhte massive Steinmauer. Das hat sich bewährt, die Kleinbahn erlitt beim jetzigen Hochwasser kaum Schäden. Das Wasser prallte in jeder Rechtskurve von der Wand des Gleiskörpers ab und suchte sich seinen Weg auf der Seite des viel zu überdimensionierten Wanderweges. Dort wurde die Böschung massiv zerstört.

 

Was also sollte der Rückkehrschluss eigentlich sein? Der Rabenauer Grund ist ein letztes Refugium unberührter Natur gewesen. Man sollte aus einem solch idyllischen Flecken Erde, von denen wir nicht mehr viele haben, kein Disnayland für Ausflügler und Radfahrer werden lassen. Den Rabenauer Grund durchquerte von Alters her ein idyllischer Wanderweg, der nach einem Hochwasser leicht reparabel war. Jetzt hat man dem Fluss seiner Steine beraubt und daraus eine Forststraße gebaut. Aber die Natur, das sollte man nie vergessen, nimmt sich was sie braucht. Besonders in extremen Hochwassersituationen ist der Weg, so wie er jetzt ausgeführt ist, nicht zu halten, es sei denn man verbarrikatiert ihn noch mehr mit Kunstbauten.

 

Deshalb kann schlußendlich nur eine vernünftige und kostengünstige Variante begrüßt werden. Leute kehrt um! Auch die Natur braucht ihren Raum. Deshalb gebt der Natur das wenige zurück das sie braucht. Laßt der Natur wenigstens diese letzten Refugien. Ein schmaler Weg durch den Rabenauer Grund ist ausreichend sowie schnell und kostengünstig wieder zu reparieren. Radfahrer können den Weg über die Höhenstrasse nehmen.

 

 

 

Die intensivste Zerstörung des Weges erfolgte an der Arthur Lohse-Brücke. Das Wasser hat sich wieder den Raum genommen,

den es braucht. Auch die zum Bau der Straße verwendeten Steine holt sich der Fluss zurück.

 

 

Diese beiden Versuchsstollen lagen nach dem Hochwasser 2002 unterhalb des neuen Weges, das Wasser hat jetzt das alte Niveau ausgewaschen. Weg und Stolleneingänge haben  fast wieder das alte Niveau vor 2002.

 

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