WANDERERLEBNISSE
IN SACHSEN


RABENAUER GRUND

D I E   W A N D E R S E I T E N   D E R   F A M I L I E   T R O M M E R
© Wolfgang Trommer

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Die Hochleiten

 

 

Wandert man von Freital durch den Rabenauer Grund hinauf, erkennt man unweit der Planwiese einen recht bescheidenen schmalen Steig der im dichten Wald sich den Talhang hinaufschlängelt. Dieser Steig ist der Jägersteig, der oben fast am Waldrand die Hochleiten erreicht.

Zur Hochleiten kann man aber auch gehen, wenn man den Nixensteig hinauf nach Lübau geht. Dort wo der Weg aus dem dichten Wald heraus führt und die Wiesen der Lübauer Flur erreicht führt rechts am Waldsaum entlang des Nixensteiges ein schmaler unscheinbarer Pfad in einen Bachgrund hinab. Das ist der Beginn der Hochleiten, deren Verlauf zu erkennen etwas pfadfinderisches Geschick erfordert, denn der alte Weg ist leider nicht mehr markiert.

(Nach telefonischer Auskunft des Fremdenverkehrsamtes der Stadt Rabenau hat der Forst kein Interesse an einer Markierung des schon historischen Steiges.).

Wir haben uns nicht abschrecken lassen und sind diesen alten Pfad gelaufen. Der Wanderer wird mit malerischen Felspartien und einer fast unberührten Natur belohnt. Die Felspartien entlang des Rabenauer Grundes nennt man die Bastei. Leider sind keine Aussichtspunkte mehr vorhanden. Der Forst hat kein Interesse touristische Höhepunkte zu schaffen. Mit heutiger Forstwirtschaft sind die Wälder dicht und verwachsen. Einst waren die Wälder bis ins 19. Jahrhundert lichter und die Felspartien kamen auch im Rabenauer Grund ganz anders zur Geltung. Wer die Hochleiten geht wird von Zeit zu Zeit auf einen Grenzstein stoßen. Diese Grenzsteine entlang der Hochleiten zieren eine eingemeißelte Krone. Auf der anderen Seite des Tales, also entlang des Paul-Laue-Steiges finden sich ebenfalls Grenzsteine. Diese haben aber die sächsischen Schwerter eingemeißelt.

Man muß also davon ausgehen, daß der Rabenauer Grund Jagdgebiet der Sächsischen Könige war und daß die Pfade rechts und links auf den Talhöhen die Steige der Jagdaufseher waren, die zur Hege, Pflege und Aufsicht der Jagd im Rabenauer Grund dienten. Oder teilten sich zwei Herrschaften die Jagd im Rabenauer Grund?

Manchmal ist die Hochleiten für den Wanderer nicht mehr zu erkennen. Man halte sich dann an die Faustregel, daß der Pfad nicht weiter als 2-5 Meter vom Waldrand entfernt verläuft.

Auf der Hochleiten erreichen wir in Fließrichtung der Weißeritz die Bastei, von wo die Himmelsleiter hinab zum Rabenauer Grund führt. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, daß man die Himmelsleiter im derzeitigen Zustand nicht von oben nach unten begehen sollte.

Zwei alte Bänke laden zur Rast ein, bevor man der Hochleiten weiter in Richtung Somsdofer Klamm folgt. Wieder werden wir wunderschöne unberührte Natur vorfinden. Auf einer Wiese standen bei unserer Wanderung so viele Steinpilze, daß man sie mit der Sense hätte ernten können. Manchmal springt ein Reh ganz dicht vor uns auf.

 

Im Bereich der Somsdorfer Klamm führen viele Wege weiter, nur welcher ist nun der richtige? Wir haben es bis heute noch nicht erkundet. Der ausgebaute Weg führt zur Somsdorfer Klamm endet am steilen ausgewaschenen Bachufer, daß wir in abenteuerlicher Weise erreichten. Weiter oben muß ein Pfad zum Bach führen, der auf einer alten Holzbohle überquert werden kann. Das ist wohl die beste Variante zur Somsdorfer Klamm zu kommen. Nur haben wir den Beginn des Pfades noch nicht erkunden können.

Man kann aber auch oben am Waldrand weiter gehen und erreicht dann wieder den Weg hinauf nach Somsdorf, nachdem man einen weiteren Bachgrund gequert hat.

Durch die Somsdorfer Klamm erreicht man den Rabenauer Grund schnell, man muß diesen Weg aber über Holzbohlen und Ketten auf eigene Gefahr bewältigen (Siehe: Somsdorfer Klamm).

Zwei weitere Abstiege führen dann von Somsdorf kommend hinab in den Rabenauer Grund. Sie sind einigermaßen gut zu begehen, bei Regen ist Vorsicht geboten. Die Wege werden dann schlammig und rutschig.

 

 

 

 

 

LETZTE AKTUALISIERUNG:

02.01.2013

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