WANDERERLEBNISSE
IN SACHSEN


RABENAUER GRUND

D I E   W A N D E R S E I T E N   D E R   F A M I L I E   T R O M M E R
© Wolfgang Trommer

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Hinter dem Pfeil ist der sogenante Einsiedlerfelsen zu sehen, und etwa am Pfeilende

der Einstieg zur Himmelsleiter.

Die Weißeritz wurde vom beschaulichen Wildwasser zum Kanal.

 

 

Einzige Markierung am Beginn der Himmelsleiter.

 

Altehrwürdige Steinstufen - solide vor über 100 Jahren erbaut

 

 

Die 13 Eisenstufen der Himmelsleiter

 

Trauriges  Stilleben mit Bank - andere Talseite die Rabenauer Siedlung

 LETZTE AKTUALISIERUNG:

28.07.2009

 

Die Bastei

 

 

Ein weiterer Klettersteig im Rabenauer Grund zweigt unmittelbar nach der Arthur-Lohse-Brücke zum linksseitigen Talhang ab. Er ist als Himmelsleiter auf den Kartentafeln im Rabenauer Grund bezeichnet. Der Steig ist ebenso mit gelber Markierung ausgewiesen wie das Liebauer Gründel, die Markierungen sind aber kaum noch erkennbar.

Leider wurde auch der Zugang zum Steig zerstört. Für den Bau der Bahnbrücke nach dem Hochwasser 2002 wurde der gewachsene Hang weggebaggert, damit große Baucontainer aufgestellt werden konnten. Nach den massiven Zerstörungen der vierten Eisenbahnbrücke durch das Hochwasser als auch durch die Veränderungen der Bahnanlagen beim Wiederaufbau ist der Einstieg in diesen Klettersteig heute nur schwer zu finden. Auch ist die Markierung des Weges nicht mehr in ausreichendem Maße vorhanden.

Man bedenke, daß man sich in einem Naturschutzgebiet befindet in dem jegliche bauliche Veränderung des Landschaftsbildes untersagt ist, wie es das Gesetz vorschreibt. Ein Kommentar sei mir über das, was hier veranstaltet wurde, erspart.

Der Steig wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem verdienten Heimatfreund Franz Dietel aus Freital erbaut. Uns alle verpflichtet eigentlich das Werk unserer Vorfahren.

(Nach telefonischer Auskunft des Fremdenverkehrsamtes der Stadt Rabenau hat der Forst kein Interesse an einer Markierung des schon historischen Steiges.).

Ich beging diesen Klettersteig vor vielen Jahren und habe mich noch einmal an diesem schönen Klettersteig versucht. Zunächst muß man über lockeren Schotter den Hang bewältigen, der einfach weggebaggert wurde. Oben angekommen findet man an einem Baum einen unscheinbaren Pfeil, der Einstieg ist gefunden.

Auf den alten Steinstufen, die vor über hundert Jahren liebevoll gesetzt wurden gewinnt man schnell an Höhe, so daß die Weißeritz bald tief unten durch die Bäume glitzert. Faszinierend ist die unberührte Natur, an der sich der Wanderer erfreuen kann. Allerdings ist auch große Achtsamkeit erforderlich, denn der Felssteig verlangt höchste Aufmerksamkeit. Vor der Himmelsleiter ist nochmals volle Konzentration erforderlich. Tief fällt der Talhang neben dem schmalen Steig ab. Unten ist ein wenig die Weißeritz durch das Blätterwerk der Bäume zu erkennen. Wir aber müssen uns durch überhängenden Fels wurschteln, an dem der Rucksack hängen bleibt. Es gibt keine Steighilfen mehr. Man kann nur seine eigenen Erfahrungen im Fels anwenden! In diesem Bereich sind auch die alten Sicherheitseinrichtungen noch erkennbar. Es hat hier talseitig Geländer aus Holz gegeben, wie die noch vorhandenen Halterungen (siehe Foto) verraten.

Über eine stabile Eisenleiter mit 13 Stufen überwindet man eine Felsstufe. Auf dem weiteren Felspfad erreicht man die Bastei. Hier findet man noch zwei Bänke vor, die an bessere Zeiten dieses alten Klettersteiges erinnern. Auch finden sich unter der Bank am Felsabgrund Sandsteinblöcke mit Gravuren. Hat sich hier der Erbauer verewigt?

Wer diesen Weg begeht muß am Ende auf der Höhe durch unwegsames Gelände, weil die ehemaligen Wege durch die Großfelderbewirtschaftung in der Somsdorfer Flur nicht mehr vorhanden sind. Im Herbst, wenn die Felder abgeerntet sind, hat man sicherlich die Möglichkeit nach Somsdorf zu gelangen. Besser ist es die Hochleiten zu gehen um durch die Somsdorfer Klamm wieder abzusteigen. Aber auch der Weg hinab in die Somsdorfer Klamm hat seine Tücken. (Siehe Hochleiten). Hier wäre einiges zu tun und es bleibt zu hoffen, daß die Stadt Rabenau und der sächsische Wander- und Bergsteigerverband sich der Verpflichtung Altes zu bewahren stellen und der Klettersteig wieder in Ordnung gebracht wird.

Die Begehung dieses Klettersteiges sollte erfahrenen und trittsicheren Wanderern vorbehalten bleiben. Wir empfehlen den Weg nur vom Tal aufwärts zu begehen. Natürlich kann der Weg nur auf eigenen Gefahr begangen werden. Für die Bewältigung des Weges sind gute Erfahrungen auf Klettersteigen unverzichtbare Voraussetzung.

 

"Pilzwiese" auf der Hochleiten

 

Pfifferlinge auf dem Klettersteig

 

tief unten die Weißeritz

 

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