60 Kilometer grenzüberschreitend wandern
Auf dem Anton-Günther-Weg
Von Gottesgab (Bozi Dar) hinauf zur Grenze und
über die alte Poststrasse nach Oberwiesenthal
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© Wolfgang Trommer ZUR HAUPTSEITE GÜNTHERWEG        WEITERBLÄTTERN GÜNTHERWEG        HÖLLE VON JOACHIMSTHAL / JACHYMOV      TSCHECHISCH  CESKY .
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    Vom Grünen Haus, in dem schon Martin Luther Rast machte, geht der Blick hinüber zur St. Annen Kirche.

    An den Heimatdichter Anton Günther erinnern eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus, das heute ein Prager Verein nutzt. 
    Auf dem Marktplatz von Bozi Dar ist der Gedenkstein zu sehen, der zum 60. Geburtstag des Dichters errichtet wurde.

 

Alte Poststrasse nach Oberwiesenthal

 

Das kleine Städchen Gottesgab hat eine bewegte Geschichte hinter sich, bevor es mit der Eröffnung eines Grenzüberganges zwischen der DDR und der Tschechoslowakei aus einer Nachkriegslethargie erwachte.

Im Jahre 1517 begann hier im rauhen Klima des Erzgebirgskammes der Zinn- und Silberbergbau. 1553 wurde auf Veranlassung des sächsischen Kurfürsten ein Grundstück für die entstehende Bergstadt ausgesteckt. Das Wappen der Stadt zieren die Werkzeuge der Bergleute, Hammer und Schlegel. 
!547 wurden Gottesgab (Bozi Dar) und die Bergstadt Platten (Horni Blatna), die zu Sachsen gehörten nach Böhmen eingegliedert.
Seine Blütezeit erlebte Gottesgab bis zum 30 jährigen Krieg.

Der erste Niedergang fand Mitte des 17. Jahrhunderts mit der Vertreibung nichtkatholischer Bergleute statt.
Aber nicht vergleichbar ist der Niedergang durch die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg. Danach wohnten noch 50 Einwohner in der Stadt. Und noch einmal sollte die Stadt leiden. In den Fünfziger Jahren begann der Uranbergbau nahe der Stadt, dessen Spuren noch heute deutlich auf den Skipisten zu erkennen sind. Die Stadt wurde nicht von den Einwohnern verlassen, nein die Stadt wurde zur

URAN-Sperrzone erklärt, dem finstersten Kapitel von Jachymov und Bozi Dar, der als Hölle Jachymov bekannt ist und Menschen nach Ende des 2. Weltkrieges in KZ fürchterlich behandelt hat. Die Schule wurde geschlossen und Gottesgab (Bozi Dar) dem Ort Jachymov (Joachimstal) eingemeindet.

Jetzt beginnt der Ort durch den kleinen Grenzverkehr wieder aufzuleben. Der Fremdenverkehr wächst, Hotels und Restaurants schießen wie Pilze aus dem Boden. Aber auch die Wunden, die der Stadt durch den Verlust seiner fleißigen Einwohner gerissen wurden sind noch nicht vernarbt. Die einstige Größe des Ortes ist nicht mehr erkennbar. Selbst im Zentrum der Stadt klaffen Lücken, wo einst Häuser standen.
Wenigstens hat die Bozi Dar es verstanden das Schmuddelimage der Vietnamesenmärkte etwas im Ortsbild zurück zu drängen.

Sehenswert sind die barocke St. Annenkirche aus dem Jahre 1722 und das Hotel "Grünes Haus", in dem schon Martin Luther abgestiegen ist (Gedenktafel). Ein  Muß ist hier die Besichtigung des Speisesaales mit seinen wertvollen Deckenmalereien.
Im "Grünen Haus" findet man auch eine Darstellung des für die Stadt denkwürdigen Besuches des Sächsischen Kurfürsten. Es zeigt den Landesvater sitzend auf einem Silberblock. Durch seinen Ausspruch: " Dieses Edle Metall ist Euer Brot, das ist eine Gabe Gottes!"  - soll der Ort von Wintersgrün in Gottesgab umbenannt worden sein.

Zu empfehlen bleibt noch der Besuch des kleinen Museums in der Touristeninformation von Bozi Dar, bevor wir mit der Beschreibung unserer Wanderung auf dem Anton-Günther-Weg fortfahren:

Der Wanderer verläßt die Stadt nun in Richtung Grenzübergang. Die einstmals vom Erzgebirgskamm herunter führende alte Handelsstraße ist mit dem Umbau zur Transitstraße zu einer Piste geworden. Sonderlich schön ist die Wanderung nicht.
Den Wanderer aus der ehemaligen DDR faszinieren die an der Grenzstation üblichen Kontrollen der Ausweispapiere.
Dieser Grenzübergang war einst zu DDR-Zeiten berühmt und berüchtigt:
Kein Haarschnitt entsprechend des Paßbildes? - Da blieb nur der Friseur in Oberwiesental als letzte Rettung, um mit einem von den Behörden an der Grenze akzeptierten Haarschnitt die Reise fortsetzen zu können. Manche dieser fleißigen Vasallen des Staates erkennt man heute in der "Uniform des Klassenfeindes" wieder ...
Wenn die Grenze passiert ist, erreicht man das Neue Haus, in dem oft Anton Günther seine beliebten Auftritte hatte. In der Nähe des Neuen Hauses zweigt die alte Poststraße nach Oberwiesental ab. Der Bau der Transitstraße hat ihren Verlauf hinüber ins Böhmische etwas ins Abseits gedrängt. Aber es ist faszinierend den alten Handelsweg hinunter nach Oberwiesental zu wandern um etwas von der Beschwehrlichkeit der Reise über den Erzgebirgskamm in früheren Zeiten zu empfinden. 
Wer will kann auch den Weg nach Oberwiesental durch den Zechengrund gehen.Ziel in Oberwiesental ist der Marktplatz mit seiner schönen Postmeilensäule.Neben dem Skimuseum befindet sich ein Gedenkstein für Anton Günther, dessen Umfeld der aufstrebenden Stadt des Fremdenverkehrs nicht gut zu Gesicht steht. Im Skimuseum kann man auch etwas über Anton Günther erfahren.
Der  Anton-Günther-Weg führt  nun hinauf  auf den Fichtelberg und dann hinab nach Tellerhäuser. Wir aber wollen den beiden höchsten Bergen des Erzgebirges unsere Ehre erweisen und in die Wanderungen auf dem Anton-Günther-Weg einschließen.

 

 

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CESTA ANTONA GUENTHERA

Do Oberwiesenthal naucnou stary postovny-ulice ot Bozi Dar

© Wolfgang Trommer
V vlastivéné muzeum Bozi Dar je soustredéno pres 200 zajimavých exponatu, ktere dokumentuji historii Boziho Daru a zivot jeho nekdejsisch obyvatel. Pripominaji staré dolováni stribra a cinu,vývoj méstecka Boziho Daru, mistniho pisnickáre Antona Günthera, pobyty reckého spisovatele Nikose Kazantzakisena Bozim Daru.
Národni prirodni reservaci Bozidarské raselinisté, uméleko-historické památky Boziho Daru, zaniklé domáci výroby a zivnosti Krusnohory, zarizeni kuchiny nasich babicek a vanoce v Krusných horách.
Na nemece strané hranice jsou nadaleko Boziho Daru dalsi velmi zajimavá muzeu v Oberwiesentalu. Toto Mésteko je vzdálené jizdy autem od hranicniho prechodu a necelou hodinu pési turistikou, stezkou, zvanou "Zechengrund" Na teto stezce najdete napr. prirodni pramen a né kolik prijemných zastávek k odpocinku, aby jste se mohli pokochat prirodou Krusnych Hor. Nacházi se zde unikaty rostlin roustuci pouze v tomto klimatikem pasmu.
Lanavou dráhou se muzete nechat vyvést na nejvyssi horu Nemecka Fichtelberg (1214 m n.m.)
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