Der Nauderer Höhenweg

    Bergsommer an der Fluchtwand

    © Wolfgang Trommer

HAUPTSEITE HÖHENWEG Goldsee Weg von der  Labaunalm zur Bergkastellseilbahn

 

Fluchtwand

 

Bergsommer an der Fluchtwand

 

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Die Fluchtwand im Sommer

Waren wir bei unserer ersten Tour zur Fluchtwand zu früh, dann sind wir diesmal vielleicht schon zu spät um die Edelweißblüte zu erleben. Die Tour zur Fluchtwand beginnt in Nauders mit dem Weg hinauf zur Labaunalm, wobei der weniger trainierte Wanderer das Taxi benutzen kann. Von der Labaunalm führt der Wirtschaftsweg steil hinauf zum Hochlegermelkstand. Auf dem Weg hat man schöne Ausblicke hinab ins Inntal und hinüber ins Engadin wie überall auf den Nauderer Höhenweg.
Der Boden im Bereich der Fluchtwand ist kalkhaltig. Hier heroben befinden sich die Edelweiswiesen, deren Blüten die Almwiesen zu einem weißen Blütenteppich werden lassen. Normalerweise ist die Blüte Anfang Juli in vollem Gange, doch in einem kalten und nassen Jahr verspätet sich die Blütezeit, und wir fanden bei unserem ersten Besuch nur oben am Gipfel einzelne kleine Exemplare. (Streng geschützt! "pflücken" darf das Edelweis nur das Rindvieh.)

Bei unserem zweiten Versuch schickt sich diese Erde offenbar an sich für die Sünden der Menschen mit sengender Hitze zu rächen. Man nennt es einen Jahrhundertsommer. Die Almen sind längst von den Rindviechern abgefressen. Mangels Regen wächst klein Gras mehr nach. Je mehr wir dem Gipfel der Fluchtwand entgegen gehen um so länger werden unsere Gesichter. Keine Blumenpracht erwartet uns wie einst im Juni. Längst sind all die schönen Bergblumen in den Kuhmägen verschwunden. Die Enttäuschung ist groß. Liegen diese Rindviecher doch sattgefressen und wiederkäuend da und genießen den herrlichen Blick hinüber auf die Bergwelt des Engadin. Man kann es einfach nicht fassen...

 

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Bevor wir den Gipfel in 2326 m Höhe erreichen, passieren wir den Hochmelkstand, hinter dem die Almen mit Viehzäunen abgesperrt sind. Nun finden wir auch wieder Standorte von Bergblumen. Und im Bereich des Gipfels erleben wir dann die einmalig schöne Blüte des Edelweis. Die ganze Wiese ist übersät mit dieser schönen Alpenblume.

Es gibt einen Stempel auf dem Gipfel und wer möchte kann sich auch in das Gipfelbuch eintragen. Einmalig ist der Ausblick vom Gipfel. Unten im Tal Nauders von wo sich die Reschenstraße hinauf zum Paß zieht. Im Hintergrund der Ortler, auf dessen Gipfel es auch jetzt noch bei dieser Hitze Schnee gibt - wie lange noch. Auf der anderen Seite blickt man in Richtung Norden in das Inntal.


Der Weg zurück ist der gleiche wie beim Aufstieg. Der Abstieg nach Nauders ist ein Genuß, hat man jetzt die herrlichen Talblicke vor sich und kann diese in aller Ruhe beim Abstieg geniesen. Als wir Nauders erreichen haben wir einen ordentlichen Sonnenbrand. In der Hitze haben wir uns auch bergab die Füße aufgerieben. So werden wir für die nächsten Tage erst einmal ohne Bergwanderungen leben müssen.

 

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