AN DER SEIDENSTRASSE MITTELASIENS

    Samarkant Teil 2

 

INDEX

FRONT-MITTELASIEN

ALMA-ATA

TASCHKENT      

CHIWA-Seite 1

CHIWA -Seite 2

FERGANATAL

SAMARKANT-Seite 1

SAMARKANT-Seite 2

BUCHARA

DUSCHANBE-PAMIR

ASCHCHABAD

 

Im Licht des noch frühen Tages  glänzt die Kuppel der Gur-Emir-Moschee. Ihre Pracht aus kunstvoll verarbeiteten Majolika-Kacheln wetteifert mit dem azurblauen Himmel über Samarkant. In gebührendem Abstand ducken sich die unscheinbaren Lehmhütten um die Moschee. Über ihrem Eingangsportal die Worte: " Es ist besser in jungen Jahren geehrt als im Alter verhaßt zu sterben."

Timur ließ dieses Monument für seinen Enkel errichten, der bereits mit siebenundzwanzig Jahren in einer Schlacht fiel.

Im Inneren der Moschee befinden sich die Scheinsarkophake Timurs, Ulug Begs und des Lehrers Ulug Begs. Im Kellergeschoß befinden sich die eigentlichen Gräber der Herrscher.

Atemberaubend ist auch die Ausführung der Kuppel im Ineren der Moschee. "Wenn der Himmel über Samarkant verschwindet, wird ihn die Kuppel der Gur Emir Moschee ersetzen", so steht es in arabischer Schrift über dem Eingangsportal geschrieben. Und tatsächlich versetzt die Schönheit der riesigen Kuppel auf der Außen- als auch auf der Innenseite der Moschee in wahres Verzücken.

 

Den Registan-Platz säumen drei imposante Medresen, die Ulug-Beg-Medrese, die Medrese Tillja-kari, die die prunkvoll gestaltetete Darstellung zweier Löwen aus Majolika kennzeichnet und die Medrese Schir-Dor.

Die strenge Symmetrie und Monumentalität dieser Bauwerke stellten das Zentrum der mittelalterlichen Stadt Samarkant dar und dokumentierten in einzigartiger Weise die Macht des Herrschers. Darüber hinaus dienten Sie als Zentrum der Wissenschaft zum Studium des Islamischen Glaubens.

Spartanisch war die Ausstattung der Zellen der Koranschüler. Ein metertiefes Feuerloch, ein Sundal spendete Wärme in den kalten kontinentalen Wintern Mittelasiens.

 

Die Ruinen der Bibi-Chanim-Moschee prägen die Stadtsilhuette von Samarkant in einzigartiger Weise. Die Fundamente der einst größten Moschee der islamischen Welt hielten der Monumentalität des Bauwerkes nicht statt. Die Bibi-Chanim-Mosche, benannt nach der Lieblingsfrau Timurs ist für immer eine Ruine, die von der Macht Timurs berichtet.

 

Ein Muß ist der Basar rund um die Bibi-Chanim-Moschee, der einen kleinen Einblick in das einstige Markttreiben Samarkants gibt. Bauern verkaufen Baumwolle, Schmiede ziselieren kunstvoll Teller und Krüge aus Kupfer und Zinn, in Bergen türmen sich Obst und Gemüse und ungeachtet der Fliegen wird Fleisch an freier Luft vekauft. Faszinierend ist das Völkergemisch aus  Tadshiken mit Chalaten und Turbanen, Usbeken mit der Traditionellen Kopfbedeckung, der Tubetejka und Bucharische Juden mit ihren schwarzen Persianermützen.

 

Der Sechstant Ulug Begs wurde durch Ausgrabungen etwas außerhalb der Stadt bei Ausgrabungen gefunden Mit diesem Sechstanten forschte Ulug Beg, der den Wissenschaften zugetan war. Ulug Beg berechnete mit einer Genauigkeit die Dauer eines Sternenjahres, die nur 2 Sekunden von heutigen Berechnungen abweicht.

Ulug Begs Leidenschaft zu Mathematik und Astronomie war den islamischen Würdenträgern ein Dorn im Auge, sie ließen ihn ermorden.

 

Unser letzter Besuch führte uns  in die Hodshi-Achra-Moschee, in die auch zu Sowjetzeiten am Freitag eine Vielzahl von Pilgern zum Gebet kam.

 

aaaaaa

 

qqq

         Letzte Aktualisierung 30.12.2007

 

x  © Wolfgang Trommer

x