AN DER SEIDENSTRASSE MITTELASIENS

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INDEX

FRONT-MITTELASIEN

ALMA-ATA

TASCHKENT

CHIWA-Seite 1

CHIWA -Seite 2

FERGANATAL

SAMARKANT-Seite 1

SAMARKANT-Seite 2

BUCHARA

DUSCHANBE-PAMIR

ASCHCHABAD

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittelasien ist das  Land zwischen dem Blau des  Himmels und dem Blau der mit Majolikakacheln verzierten Kuppeln der Moscheen und Minarette, Land aus gelbem Wüstensand und dem Gelb seiner aus Lehm entstandenen Bauten. Die Berge, die das  Land im Süden begrenzen wetteifern mit den höchsten Gipfeln dieser Erde und die Seen dieser Region gehören zu den größten dieser Welt.

Amu Darja und Syr Daria werden gespeist von den riesigen Gletschern des Pamir und des Hindukusch. Diese Wasserressourcen ermöglichten es den Menschen seit Alters her fruchtbare Äcker zu bewässern. Durch die Wüsten Kurakum und Kysylkum mäandern beide Flüsse. Zum Aralsee in dessen Süden sich die Oase Choresm mit seiner märchenhaft schönen Stadt Chiwa befindet.

In Bescheidenheit übten sich die Menschen dieser großen Region zu allen Zeiten, während ihre Herrscher sich mit Reichtümern überhäuften. Die Menschen wurden geprägt durch die zahlreichen Kulturen, die Mittelasien in einzigartiger Weise beeinflußten.

Mittelasien befindet sich im Zentrum des sogenannten Mittelgürtels der alten Welt. Hier kreuzten sich die alten Handelswege aus Europa, Indien, dem nahem Osten, China und Zentralasien. Durch dieses Land zog auch der große europäische Entdeckungsreisende Marco Polo.

Über die große Seidenstraße zogen Karamelkarawanen mit Pelzwaren, Gold Gewürzen, Datteln und Salz. Hierher brachten Menschen in ihren Wanderstäben versteckt das bestgehütete Geheimnis Chinas, die Seidenraupe. Der Sklavenhandel mit Menschenware aus allen Himmelsrichtungen blühte bestens.

Die großen Heerführer und Eroberer des Altertums kamen nach Mittelasiens. Alexander der Große drang bis zum Fluß Onyx vor, war es der Amu Daria? Die Machthaber des Arabischen Kalifat greifen nach diesem Mittelasien und bringen die Arabische Schrift, Kultur und Wissenschaft ein, das der Menschheit Größen wie Avicienna schenkt.

Mittelasien wird von den Heeren Tschingis Khans erobert. Die Pax Mongolica, der mongolischen Frieden, brachte erstmals  Sicherheit auf den Handelswegen und machte es so auch Marco Polo möglich bis in das chinesische Großreich vorzudringen. Tschingis Chan zerstörte das alte Samarkant, das östliche Rom, es verödete. Aber hier in Mittelasien sollte auch das Welreich des Mongolen nach dessen Niedergang noch die Zeiten am längsten überdauern.

Mit der Herrschaft Tamerlans, der in Europa als Timur mehr bekannt ist und dem man nachsagt mit Mord und Totschlag sein Riesenreich der Timuriden auf den Schädelbergen gemordeter Gegner errichtet zu haben, wird Mittelasien wieder zum kulturellen und politischen Zentrum seines Riesenreiches. Diese Renaisance Mittelasiens läßt sich noch heute an den prächtigen Bauten Samarkants, Bucharas und Chiwas nachvollziehen. Dieser Glanzzeit Mittelasiens folgt ein Jahrhunderte dauernder Niedergang durch endlose Fehden der einheimischen Emire und verheerende Feldzüge gegen die Nachbarstaaten.

Erst als das russische Zarenreich seinen Einfluß nach Mittelasien ausdehnt, kommt diese Stagnation zum Halten. Mittelasien erlebt in der Sowjetunion einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung. Mittelasien erlebt aber auch eine der größten Umweltkatastrophen durch den Bau des Karakumkanals, der die intensive Bewässerung neuer landwirtschaftlicher Flächen ermöglicht. Die Wasser des Amu Darja und des Syr Darja werden in die neu gewonnenen landwirtschaftlichen Nutzflächen abgeleitet wodurch wesentlich geringere Wassermengen den Aralsee erreichen. Dies leistete einer Ausdrocknung des Aralsees  immensen Vorschub. Die daraus entstandenen Umweltschäden haben Auswirkungen für die gesamte Menschheit, aber besonders für die Menschen, die am Aralsee leben und hier einst ihren Lebensunterhalt verdienten.

 

Heute regieren in der Region wieder mächtige Regierungschefs, die es verstanden ihre Machteinflüsse aus dem Sowjetreich herüber zu retten und aus dem unendlichen Reichtum an Bodenschätzen vor allem für sich selbst zu provitieren. Sie schaffen sich wieder neue prunkvolle Metropolen, die Macht und Reichtum symbolisieren sollen.  Was in faszinierender Weise bleibt sind die einfachen Menschen in ihrer unvergleichlichen Art und in ihrer kulturellen Vielfalt, die mit Bescheidenheit über mehr als ein Jahrtausend allen Machtgelüsten trotzten.

 

Gehen Sie mit uns auf diese virtuelle Reise zu den schönsten Plätzen entlang der Seidenstraße Mittelasiens.

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         Letzte Aktualisierung 30.12.2007

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x© Wolfgang Trommerxxxxxxxxxxxxxxx

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