AN DER SEIDENSTRASSE MITTELASIENS

    Im Ferganatal

 

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FRONT-MITTELASIEN

ALMA-ATA

TASCHKENT      

CHIWA-Seite 1

CHIWA -Seite 2

FERGANATAL

SAMARKANT-Seite 1

SAMARKANT-Seite 2

BUCHARA

DUSCHANBE-PAMIR

ASCHCHABAD

 

 

 

 

 

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Mit dem Flugzeug, einer kleinen Jak 40, wurden wir von Taschkent in das Ferganatal geflogen. Der Sitzkomfort dieses Flugzeuges entspricht einem Linienbus, aber es reicht aus für diese kurze Strecke.

Die Stadt Fergana lassen wir im Reisebus  bald hinter uns. Durch das fruchtbare Ferganatal, dessen Reichtum durch intensive Bewässerung jetzt vor allem vom Baumwollanbau kommt,  zogen einst die Karawanen, die aus China kamen durch dieses Tal.

Die berüchtigte Taklamakan-Wüste hatten sie bezwungen oder wer in Richtung China unterwegs war hatte diese unwirtliche noch vor sich. Da war es  in dem damals wenn auch noch sehr trockenen Ferganatal mit seinen schroffen Bergen doch vergleichsweise angenehm.

Während wir trotz morgendlicher Stunde schon arg schwitzend die Landschaft des Ferganatales mit seinen sich zwischen Schatten spendenden Pappelhainen duckenden Lehmhäusern und den Tabak- und Melonenfeldern im schnell dahin rasenden Reisebus  in uns aufnehmen, erklärt uns die Dolmetscherin allerlei Interessantes aus dieser Region.

In einem kleinen Marktflecken haben wir Aufenthalt. Offensichtlich passieren wir die Grenze zu Kirgiesien, und der Fahrer unseres Busses diskutiert lange mit einem wichtig dreinblickenden Polizeiposten.

Wir würden gerne den Bus verlassen und uns in das bunte Markttreiben stürzen, doch das soll uns auf dem Rückweg versprochen sein. Als die Fahrt endlich weiter fortgesetzt wird, wechselt die Landschaft. Wir durchfahren ein wildes, und schroffes Gebirgstal. Die Häuschen sind nun nicht mehr aus Lehm sondern aus Steinen erbaut.

Am Ende des Tales haben wir noch eine etwa einstündigen Aufstieg zu Kuban-See zu bewältigen. Viele Menschen in ihrer bunten mittelasiatischen Kleidung sind unterwegs. Händler verkaufen allerlei Naschereien und Erfrischungen, darunter auch Stutenmilch, die hier in Kirgisien Arjan genannt wird. Ach Sonnenblumenkerne als beliebte Nascherei fehlen nicht. Uns nehmen die bunten Bilder gefangen, die Menschen, die dem in einem tief eingeschnittenen Bergtal liegenden Bergsee entgegenströmen, um hier Erholung zu suchen. Die Dornbüsche, die mit Stoffbändern behangen sind, ein Brauch der wohl der tiefen Religion und vielleicht auch etwas überlieferten heidnischen Bräuchen entspringen. Egal, wenn es  zu Glück und Fruchtbarkeit verhilft, warum nicht.

Auf der Rückfahrt besuchen wie dann doch noch den Basar im kleinen Marktflecken Schachmardan.Auf Soren, sogenannten Sitztischen sitzen ganze Sippen und geniesen bei üppigen Mal diesen Samstag. Gewürzhändler mit von der Sonne gegerbten Gesichtern halten ihre Waren feil. Ein Schuhputzer bietet seine Dienste an. Die Zeit reicht nicht, um all die Eindrücke in sich aufzunehmen. Das müssen dann die vielen gemachten Fotos später ersetzen.

Mit einer alten AN 24, einem Hochdecker mit ohrenbetäubenden Probellerlärm, fliegen wir zurück nach Taschkent., Probleme mit der Klimaanlage vernebeln die Kabine mit Kondensnebel, der uns allen etwas Angst und Schrecken einjagt. Alles geht gut, die gestrenge Stewardeß mit dem Scharm einer dicklichen, dienstbeflissenen Polizistin hatte alles  in fester Hand. Besonders aber hütete sie die Bonbons für Start und Landung. Sie ging so schnell durch die Reihen, daß kaum einer von uns sein Start- oder Landebonbon ergreifen konnte.

 

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         Letzte Aktualisierung 30.06.2007

 

x  © Wolfgang Trommer

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