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Der Kuhberg bei Schönheide

 

DER AUSSICHTSTURM BIETET FERNBLICKE 
IN ERZGEBIRGE UND VOGTLAND




IM TURM KANN MAN DIE TRIANGULIERUNGSSÄULE DER KÖNIGLICH SÄCHSISCHEN LANDESVERWEISUNG FINDEN

 

LETZTE AKTUALISIERUNG: 29.04.2008

© Wolfgang Trommer

Von den Kuhbergen gibt es zwei in unserem Vogtland. Der eine ist der Kuhberg bei Netzschkau, der liegt mittendrin in unserem Vogtland und ist nicht ganz so hoch wie der Kuhberg bei Schönheide. Letzterer gehört allerdings mehr zum Erzgebirge. Doch wir wollen kein Gerangel um die Zugehörigkeit unserer "Schönheiten", sondern feststellen, daß der Kuhberg bei Schönheide  herrliche Ausblicke in Erzgebirge und Vogtland bietet. Ein Stück unserer Heimat ist er allemal.
Beide Berge sind durch einen Wanderweg (30 Kilometer) miteinander verbunden.

Wir beginnen unsere Wanderung in Schnarrtanne und folgen dem Wanderweg zu den Hahnenhäusern, die in stillem Wiesengrunde viel geschichtsträchtige Informationen bereithalten. Hier kann man direkt zum Kuhberg hinauf wandern. Wir wählen die längere Strecke über die "Biermetropole" Wernesgrün. Die erreicht man vorbei am Denkmal für Andreas Schubert, den in Wernesgrün geborenen Eisenbahnpionier. Wer durstig ist, kann zur Brauereischenke einen Abstecher machen, bevor es steil bergan zum Gipfel geht. Wir wollten diese Wanderung so machen, haben aber dann doch in der unerträglichen Hitze unseres Wandertages auf den Abstieg nach Wernesgrün verzichtet. So kamen wir auf den 10 Kilometer langen Rundweg, der für Langläufer im Winter eine vorzügliche Rundloipe bietet.
Dann geht es noch etwas steil bergan zum Gipfel des Großen Kuhberges.

Die Bergbaude hat sich nach 1989 zu einem komfortablen Berghotel entwickelt. Das "Wernesgrüner Pils" wird hier gepflegt gezapft und mundet vorzüglich. Die Gaststube ist zünftig eingerichtet. Wissenswertes über die Geschichte des Kuhberges findet sich auch. So ein Foto vom Vater des Kuhberges, einem Lehrer aus Schönheide, der jeden Tag herauf auf diesen Berg gekommen ist, und der bei den Fabrikanten in den Orten rund um den Kuhberg das Geld für den Turm sammelte. Damals hieß das noch nicht Sponsoring, hatte aber ebenso Erfolg. Auf einem Ölgemälde ist das aus Baumstämmen gebaute Gestell des ersten Turmes auf dem Großen Kuhberg zu betrachten.

Auf den Turm zu steigen lohnt sich allemal, auch wenn der Ausblick durch hohe Bäume sehr stark eingeschränkt ist. Schade, vielleicht sollte die Forstverwaltung bei der nächsten Aufforstung für die Folgegenerationen etwas anders vorgehen, damit der Blick frei gehalten wird. Es wäre zu wünschen.

Zurück führt uns der blau markierte Wanderweg direkt zu den Hahnenhäusern und nach Schnarrtanne. Müde aber in der Stille der Wälder gut erholt erreichen wir unser Auto. Der Große Kuhberg ist noch eine der Inseln mit Ruhe und Natur in unserer hektischen Welt.


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