GREIZ im Kalenderblatt April 2006

 

 
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Greizer Verkehrspolitik

 

Eines muß man unseren einstigen Landesherren und unseren heutigen Politikern im jetzigen Landkreis Greiz und in der Stadt Greiz schon lassen:

Eine glückliche Hand hatten sie wohl noch nie, wenn es darum ging die Interessen der Region im Hinblick auf ihre verkehrstechnische Anbindung nach vorn zu bringen.

Bereits die thüringischen Herrscherhäuser machten den Reußenfürsten den Paßübergang über den Rennsteig madig. Sehr zum Leidwesen der Staatskassen der Reußen flossen die Warenströme von Nürnberg zur Leipziger Messe an den Reußenlanden vorbei. Besonders die Schwarzburger Herrschaft hatte es verstanden den ins Reußenland führenden Straßenübergang über den Thüringer Wald, für den Warenverkehr zu sperren. Nur in Pestzeiten konnte Gera eine Weile vom Handelsverkehr in die Messemetropolen profitieren.

Man könnte meinen es liegt in der Historie begründet wenn der Landkreis Greiz und die Stadt Greiz immer noch nicht ordentlich an das Autobahnnetz rings um die Stadt angebunden ist. Weder zur Autobahn A72 noch zu den Autobahnen A4 und A9 gibt es eine effektive Verkehrslösung. Nein, unsere Region ist geprägt von den schlechtestmöglichen Verkehrswegen, die man sich nur denken kann. Die Bundesstraßen haben unzumutbare Engstellen und Unfallschwerpunkte, die so manches menschliche Leid und hohen materiellen Schaden verursachten und auch noch lange verursachen werden. Hinzu kommt die Unvernunft manches Verkehrsteilnehmers.  Fehlende Ampelanlagen an den gefährlichen Kreuzungen sorgen für weitere Unfallschwerpunkte. Engstellen sind weder ausreichend gekennzeichnet noch in der Geschwindigkeit begrenzt.

So möchte man hoffen, daß ein Pilotprojekt welches das Fahren mit Taglicht propagiert, und das als Pilotprojekt auf der Bundesstraße B92 zwischen Gera und Greiz angewendet wurde, wenigstens etwas die Gefahr auf dieser stark frequentierten Straße mindert. Doch was ist in der Dunkelheit, wenn man ohnehin mit Licht fahren muß? Nach wie vor gibt es schlimme Unfälle auf dieser Strecke. So muß man annehmen, daß man die Menschen der Region nur beschwichtigen möchte. Eine effektive Verkehrslösung wird es wohl in nächster Zeit nicht geben. Viel zu viel Geld aus dem Staatssäckel  wurde für die Bundesgartenschau 2007 vertan. Von den Folgekosten nach der BUGA 2007 ganz zu schweigen. So werden wir hier in der Region eine Luftbrücke auf der Uranhalde haben, deren Kosten schon der Bund der Steuerzahler kritisierte. Ordentliche Verkehrsadern werden aber noch lange auf sich warten lassen. Aber nur hier in Ostthüringen, denn weiter westlich ab Jena kann der Ostthüringer nur staunen was da an ICE-Trassen und neuen Autobahnen aus dem Boden gestampft wird, koste es was es wolle. Hier wo die Heimat eines Verkehrsexperten des Deutschen Bundestages ist tut sich dagegen nicht sehr viel. Ob Straße, ob Schiene oder ob bessere Anbindung an die Bundesautobahnen versucht Herr Volkmar Vogel diese Probleme der Ostthüringer Region mit Wortblasen zu zerreden und mit Hinhaltetaktik auf Zeit zu spielen - und das nun schon seit Beginn seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter und nunmehr als Verkehrsexperte und stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag.

Wie man es machen kann ist  in unmittelbarer Nachbarschaft im Land Sachsen zu verfolgen. Mit Umsicht und Weitblick baute man dort seit den Sechzigerjahren das Verkehrsnetz sinnvoll und effektiv aus. Lange schon machen es uns die Sachsen vor, wie man Stück für Stück die westsächsische Region an die Verkehrsadern anbindet.

Hier, in Ostthüringen, aber haben die Politiker  aus Bund, Land und Kommune versagt. Zu sehr waren sie damit beschäftigt mit leeren Versprechungen ihre Machtposition zu sichern. Seit der politischen Wende1989 hatten wir eine Vielzahl von Landräten und Bürgermeistern, Landtags- und Bundestagsabgeordneten die viel versprachen, wenn gewählt wurde, aber nicht viel erreichten, was der Stadt und der Region genutzt hätte. Selbst Besuche des ehemaligen Ministerpräsidenten Vogel in unserer Stadt brachten nicht mehr als leere Versprechungen zur Verbesserung der Verkehrsanbindungen. Getan hat sich nicht viel beziehungsweise von Effektiven Lösungen ist ganz zu schweigen.

Nun wollen sie gewählt werden zu den Wahlen im Mai dieses Jahres. Und wieder stellen sie alle gemeinsam kurz vor den Wahlen ihre Visionen der Verkehrsanbindung der Stadt Greiz in den Vordergrund ihrer Wahlversprechen. Nun sollen die entsprechenden Verkehrswege endlich geschaffen werden. Doch wer weiß, wie lange es dauert entsprechende Projekte des Straßenbaus auf den Weg zu bringen, der weiß auch wie hohl diese Versprechungen sind. Sie werden nicht länger etwas taugen als bis zum Ende der Wahlen im Monat Mai.

Der Wähler, hat wiederum die Qual der Wahl. Eigentlich möchte er mit seiner Wahl des Kanditaten denjenigen erwählen, der für ihn und die Allgemeinheit etwas erreicht. Doch längst ist bekannt, daß am Ende mit dem neuen oder auch dem alten Kanditaten nicht mehr und nicht weniger bewegt werden wird. So bleibt zu hoffen, daß der Wähler wenigstens etwas die Unvernunft unserer Kanditaten für das Landratsamt und das Rathaus abstrafen kann. Ändern kann der Wähler an diesem Zustand der Gesellschaft leider nichts durch seine Auswahl der Politik, der Partei oder des Kanditaten. Wen wundert da Parteivertrossenheit?

Weiter schlaue Sprüche und die Zeit läuft weiter davon

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wacholderschänke

 

in Pomeranz, Ortsteil des Vorortes Greiz-Gommla befindet sich eines der letzten historischen Gasthäuser entlang des alten Verkehrsweges, der aus dem Böhmischen über Plauen hinauf nach Leipzig führte.Viel fahrendes Volk ist seit der Entstehung des alten Wirtshauses hier eingekehrt, und noch heute ist die Wachholderschänke beliebte Einkehrstätte. Selbst die Kritiken zur thüringer Gastlichkeit diese Restaurants waren voll des Lobes.

Der ehemalige Gastwirt und Besitzer des Gasthauses Wacholderschänke soll ein Unikum gewesen sein. So manchen Schabernack hielt er für seine Gäste bereit. Der Wirt verfügte über ein breites Sortiment an Scherzartikeln...

Auch der Rasselbock, ein mit Rehgehörn versehener Hase war in der Gaststube zu bewundern. Dieses Phantasiegetier setzte manchen ahnungslosen und unwissenden Reisenden in helles Erstaunen.

 

Die Wacholderschänke

 

siehe auch:

KALENDERBLATT IM MAI 2003

KALENDERBBLATT IM APRIL 2004

KALENDERBLATT IM MAI 2005

KALENDERBLATT IM MÄRZ 2005

KALENDERBLATT IM SEPTEMBER 2005

KALENDERBLATT IM OKTOBER 2004

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe, ihr seid nichts

und euere Tun ist auch nichts,

und euch erwählen ist ein Greuel.

Der Prophet Jesaja - 41  

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© Wolfgang Trommer