GREIZ im Kalenderblatt April 2011

 


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Weltraumbahnhof Greiz ?

 

 

 

Das ist kein Aprilscherz und das ist auch kein Reisender, der auf dem Greizer Bahnhof auf einen ICE wartet, bei dem vielleicht in der Sommerhitze die Klimaanlage ausgefallen ist. Und der Reisende trägt auch nicht den Schutzanzug, falls sich die Fenster im Zug nicht öffnen lassen.

Wir wissen die Zeiten, als man von Greiz direkt nach Berlin und an die Ostsee reisen konnte, gehören längst der Vergangenheit an. Der legendäre Karlex, der Expreß von Berlin nach Karlsbad (Karlovy Vary), scheiterte an den engen Kurven der Gleise im Elstertal und auf den ICE werden wir in Greiz wohl noch lange warten. Also ist das auch kein Spezialist, der den Bahnhof, wie in Stuttgart geplant, untertage legen wird. Wir hier in der tiefsten Provinz müssen damit zufrieden sein, was sich die Deutsche Bahn sonst noch leisten kann außer Prestigeprojekten.

Deshalb bedient die Deutsche Bahn ja Greiz auch nicht mehr und deshalb sind wir froh, daß uns die Vogtlandbahn einen vorzüglichen Service bietet. Da grüßt noch der Triebwagenführer, wenn er für die Gegenrichtung den Führerstand wechselt - jawohl!

Nein, dieses Foto erinnert daran, daß Greiz zu den Feierlichkeiten "800 Jahre Greiz" einen Weltraumbahnhof hatte. Man mutmaßte damals, daß das leider stillgelegte und ungenutzte Bahnhofsgebäude dafür eine Verwendung finden und als Weltraummuseum genutzt werden könnte, schließlich kommt ja der Forschungsastronaut Ulf Merbold ursprünglich aus Greiz und der Kosmonaut Siegmund Jähn aus Morgenröthe Rautenkranz und beides liegt im Vogtland.

Anläßlich eines Weltraumsymposiums im Theater der Stadt Greiz tauschten die beiden Vogtländischen Weltraumfahrer gemeinsam mit dem noch jungen und aktiv fliegenden russischen Kosmonauten Sergej Wolkov ihre Erlebnisse, Empfindungen und Visionen der Raumfahrt aus. Einhellig warnten alle drei vor der Verletzlichkeit unseres Planeten Erde. Die Veranstaltung moderierte OTZ-Chefredakteur Ulrich Erzigkeit. Sicherlich bleibt diese Veranstaltung bei allen Anwesenden unvergeßlich.

Inzwischen  erhielt das neue Gymnasium in der Greizer Neustadt den Namen "Ulf Merbold Gymnasium". Der Name verpflichtet sicherlich zukünftige Gymnasiasten, die an dieser Schule lernen werden. Schade, daß man nicht den Namen des anderen Weltraumfahrers mit würdigte. Das Greizer Gymnasium hätte auch zwei Namen von Weltraumfahrern vertragen.

 

 

 

 

 

 

 

Zuweilen behauptet man ja, daß man in der DDR nicht reisen konnte, wohin man wollte. In der Tat konnte man nicht ins westliche Ausland fahren. Aber das kann mancher sich heute auch schon wieder nicht leisten.

Dafür gab es schöne Ziele im Ostblock und ich habe diese Möglichkeit entsprechend meiner finanziellen Möglichkeiten genutzt.

Unvergeßlich bleibt mir die Raumfahrtausstellung auf der Allunionsausstellung im Moskauer Stadtteil Ostankino. Wunderschön waren die aus wertvollen Materialien gefertigten Raumflugkörper anzusehen. Darunter auch der erste Raumflugkörper Sputnik, das legendäre Mondauto Lunochod und die Marssonde.

 

SOJUS - Rakete neueren Typs

 

Raumanzug der Nasa

 

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© Wolfgang Trommer