Auf dem Anton-Günther-Weg

Geschichtlicher Abriß der Ursachen der Vertreibung

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© Wolfgang Trommer

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6. Jahrhundert

Die Tschechen ein Slawischer Volksstamm dringen in das Gebiet von Böhmen und Mähren vor.

 

12. und 13. Jahrh.

Tschechische Herzöge rufen Deutsche als Siedler, Bauern und Handwerker ins Land.

 

15. Jahrhundert

Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Tschechen, die sich aus religiösen und wirtschaftlichen Fragen begründen:

 

1419

1. Prager Fenstersturz
Nach der Hinrichtung des Reformators Jan Hus wandte sich die Hussitenbewegung gegen die kirchliche Hierarchie und gegen die deutsche Oberschicht.

 

1419 - 1439

Hussitenkriege

 

1526

Habsburg ergreift die fast 400- jährige Herrschaft der katholischen Habsburger in Böhmen. Diese Herrschaft hat den Untergang der wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit der Böhmischen Lande zur Folge.

 

1618

2. Prager Fenstersturz
durch den Widerstand der größtenteils protestantischen Bevölkerung

 

1620

Schlacht am Weißen Berg bei Prag
Der von den Protestanten eingesetzte Kurfürst Friedrich von der Pfalz wird besiegt, die katholische Gegenreformation setzt ein. (viele Protestanten müssen emigrieren)
Der deutsch - tschechische Nationalitätenkonflikt setzt sich wie ein giftiger, ansteckender Krankheitserreger in Böhmen fest, einer ist gegen den anderen; Mißgunst und Diskriminierung machen sich gegeneinander breit, die in den Jahren von 1920 bis 1945 ihren Höhepunkt finden werden.)

 

1848

Ein habsburgisches Polizeiregime erstickt alle tschechischen Autonomiebestrebungen.

 

1914 - 1918

1. Weltkrieg

 

28.10.1918

Die Tschechen stehen auf der Seite der Sieger des Ersten Weltkrieges. Forderungen eines eigenständigen Tschoslowakischen Staates finden bei den Alliierten Gehör. Gründung der Tschechoslowakischen Republik (CSR) nach dem Zerfall der Habsburger Monarchie.
an der Spitze dieser Nationalisten Thomas Masryk und Eduard Benesch; neben Tschechen und Slowaken leben in diesem Staat Polen, Ungarn, Ukrainer, und dreienhalb Millionen Österreicher, die "Sudetendeutschen"

 

 

Noch vor der Autorisierung durch die Entente besetzen tschechische und slowakische Miliz das Sudetenland

 

12.10. 1918

Die deutsch-österreichische Regierung interveniert durch Vermittlung der schwedischen Botschaft bei Wilson gegen die Einverleibung der deutschstämmigen Gebiete in den Tschoslowakischen Staat - ohne Erfolg:
Die französische Regierung wies den Apell am 20. Dezember 1918 zurück, Großbritannien überdachte ihn und lehnte schließlich eine Volksabstimmung 1918 ab;
Österreichs Forderung an die neue tschoslowakische Regierung in Prag die Sudetenfrage vor ein internationales Schiedsgericht zu bringen, wird abgelehnt.

 

23.12.1918

Masaryk verkündet:
Wir haben diesen Staat erstritten - und die staatsrechtliche Stellung unserer Deutschen in der Tschechoslowakei, die einst als Auswanderer und Aussiedler hierher gekommen sind ist damit festgelegt. Wir haben ein gutes Recht auf die Reichtümer des gesamten Landes.

 

21.10.1918

Die provisorische Nationalversammlung für Deutsch-Österreich nahm eine Resolution an:
"Das deutsche Volk in Österreich ist entschlossen, seine künftige staatliche Ordnung selbst zu bestimmen, einen selbständigen deutsch-österreichischen Staat zu bilden..."
Die sudetendeutschen Abgeordneten erklärten sich zum Bestandteil diese Staates. Die Landesversammlung erklärte damit Deutschböhmen als eigenberechtigte Provinz dieses Staates.

 

03. - 04.03.1918

Demonstrationen in verschiedenen Städten für die Selbsbestimmung,
tschechische Soldaten eröffnen das Feuer, es gibt Tote; Bis heute ist nicht geklärt, wer zuerst geschossen hat.

Friedensverhandlungen scheitern. Deutsche werden Bürger dieses Tschechischen Staates Tschechoslowakei.

 

1919

Friedensschlüsse in den Pariser Vorortverträgen (Versailes, Saint-Germain, Neuilly, Trianon, Sévres)
zahlreiche neue Staaten entstanden, viele Grenzen wurden verändert, das Selbstbestimmungsrecht der Nationalitäten wurde nicht durchgesetzt. In den neuen Staaten gab es Probleme nationaler Minderheiten.
Später wird man feststellen, daß durch die unerfüllbaren Forderungen an Deutschland und die falsche Nationalitätenpolitik der Grundstein für den 2. Weltkrieg gelegt war.

 

24.09.1919

Im Parlament findet eine Sitzung der Nationalversammlung der Republik Deutsch-Österreich statt, auf der die Vetreter des Sudetenlandes feierlich verabschiedet werden.

 

01.10.1933

Gründung der Sudetendeutschen Heimatfront unter der Führung Konrat Henlein
Der Ton wird schärfer:

Es wir die Autonomie deutscher Gebiete gefordert. Wunsch der Sudetendeutschen "Heim ins Reich"

Viele Sudetendeutsche Sozialdemokraten bekennen sich zur Tschechischen Republik und Demokratie. Es kommt zu Straßenschlachten wie einst in der Weimarer Republik Die Tschechische Republik baut eilens ein Bunkersystem gegen Hitler und den befürchteten Krieg auf.

Die Alliierten wollen Frieden nach dem Ersten Weltkrieg und zwingen Tschechien zur Abtretung von Gebieten mit deutscher Mehrheit zuzustimmen.

Aber Hitler will mehr.

 

 

Also doch Krieg
Tesserteur oder nicht, das war Sorge und Beweggrund zugleich der Henlein-Heimatfront beizutreten. Man wußte nicht, was später kommen würde, wenn man sich nicht bekannt hatte. Die Angst ging um.

Sudetendeutsche Terroreinheiten schlagen über die Grenze des Deutschen Reiches gegen Juden und Sozialdemokraten in der Tschechoslowakei zu.

Henlein fordert: Wir wollen heim ins Reich. Die Partei wird daraufhin verboten. Viele Henleinanhänger fliehen. Die Prager Regierung verhaftet viele die in deutscher Volkstumsarbeit aktiv werden in sogenannter Sicherheitsverwahrung.

Die Repressalien gegen die Deutsche Bevölkerung und Einschränkungen ihrer Lebensqualitäten nimmt mehr und mehr zu.

 

1935

Konrad Henlein:
"Erringt mit seiner Sudetendeutschen Heimatfront einen erdrutschartigen Wahlsieg und zieht ins Parlament ein. Das hat in der Folge trastische Folgen für Nichtanhänger Henleins, sie werden aus dem Arbeitsleben geträngt und sind arbeits- und mittellos.

 

1937

Henlein Partei wartet am 24.04.19938 in Karlsbad mit einem 8-Punkteprogramm auf:
"Volle Freiheit zum Bekenntnis des Deutschtums und der deutschen Weltanschauung

(Nationalsozialismus, Deutsche Selbstverwaltung, Wiedergutmachung).

Für Prag unannehmbar. - Hitlers Anweisung: So viel wie möglich fordern wie Prag nicht erfüllen kann.

 

Dezember 29.09.1938

Münchener Abkommen
Die deutsch-tschechoslowakische Frage war aus der ohne Volksabstimmung durchgeführten Eingliederung der rund 3,5 Millionen Sudetendeutschen in den 1919 geschaffenen tschechoslowakischen Staat entstanden. Mit dem Müchener Abkommen wurde die Abtrennung des sudetendeutschen Gebietes bis zum 10.10.1938 und die kurzfristig nachfolgende deutsche Besetzung beschlossen.
Teilnehmerstaaten:
Italien (Mussolini), England (Chamberlain), Frankreich (Dalardier), Deutschland (Hitler) während die Tschechische Delegation im Hotel "Regina" wartet zu den Verhandlungen gebeten zu werden. Doch niemand ruft sie. Stattdessen verhandeln England, Frankreich und Italien allein mit Deutschland.

Alle waren gekommen um den Krieg in letzter Minute zu verhindern. Die Alliierten glauben noch immer Hitler gehe es um die Sudetendeutsche Frage - Ein folgenschwerer Irrtum. Hitler sieht sich bestärkt und bereitet weiter seinen Eroberungskrieg vor.

 

03.03.1938

3.10.1938 (Der Führer Adolf Hitler kommt nach Asch zu einer Kundgebung):

Konrad Henlein in seiner Rede auf dieser Machtvollen Kundgebung:
"20 Jahre waren wir gezwungen in einem Staate zu leben in den wir nicht wollten in den wir nicht hineigehörten und der sein einzige Tätigkeit darin gesehen hat unser Volk zu bedrängen..."

Hoffnungen der Deutschen Minderheit werden geweckt durch Hitler dem Deutschen Reich angegliedert zu werden und in besseren Bedingungen als unter den Repressalien der Tschechen leben zu können.

Wunsch der Sudetendeutschen: Wir wollen heim ins Reich.

 

15.03.1939

Deutsche Truppen marschieren in Prag ein, damit waren die Grundlagen des Münchener Abkommens gebrochen.
Ein Teil der Slowakei fiel an Ungarn, das Gebiet um Teschen an Polen.

Tschechien wird zerstückelt weil die Alliierten das Land im Stich ließen. Die Armee muß kampflos zusehen. Die schnell aus dem Boden gestampften Bunkertsysteme der Tschechen nutzen nichts.Die Menschen weinen auf den Strassen. Tschechen und Henlein Gegner verlassen ihre Heimat oft nur mit einem Rucksack. Vielen Henlein-Gegnern war ohnehin durch Verlust des Arbeitsplatzes und Arbeitslosigkeit die Lebensgrundlage genommen worden.

 

 

tschechische Exil-Regierung unter Führung von Eduard Benesch in London

 

1939

Die Slowakei ruft einen eigenständigen Staat aus, Ungarn anektierte die karpo-ukrainischen Gebiete, das Rumpfgebiet von Böhmen und Mähren wurde von deutschen Truppen besetzt und Protektorat Böhmen und Mähren

 

1944

Die sowjetischen Truppen rücken in Tschechien vor

 

April 1945

Bildung einer tschechischen Regierung aus Sozialdemokraten, Kommunisten, Nationalen Sozialisten u.a.

 

5. April 1945

In Kaschau wurde die Regierung Zdenek Fierlinger gebildet. Deren "Kaschauer Statut" von diesem Tag enthält Einzelheiten über die Austreibung der Sudetendeutschen, die die totale Vernichtung der Lebensgrundlage vorgesehen hat.

 

17.07. - 02.08.1945

Potsdamer Abkommen
Teilnehmer an der Potsdamer Konferenz waren die Allierten Siegermächte USA, England, Sowjetunion.
Die Potsdamer Konferenz legte Ziele fest, wie mit Deutschland nach Kriegsende weiter verfahren wird (Allierter Kontrollrat, Bestrafung der Kriegsverbrecher, Reparationsleistungen, Demokratisierung des öffentlichen Lebens und Verwaltung von Ostpreußen und den deutschen Gebieten östlich der Neiße von Polen.
Die entgültige Festlegung der Grenzen war einem Friedensvertrag (bis heute nicht unterzeichnet) vorbehalten.
(Von den Sudetendeutschen Gebieten war keine Rede.)

 

22.Oktober 1945

"Gegen diese untreuen  und hinterhältigen Minderheiten ist das dultsame tschechische Herz verhärtet, Dr. Benesch und seine Regierung sind eisern entschlossen, den Staat von fast allen seiner 3,5 Millionen Deutschen zu befreien..."(Artikel aus der Times)

 

1945 - 1946

Für die zahlreichen Greueltaten, die Menschen bei der Vertreibung erleiden mußten soll hier nur ein Beispiel genannt werden, daß den krankhaften Haß und die kriminelle Energie der Organisatoren der Aussiedlungsaktionen beschreibt:
Bei der Aussiedlungsaktion in Decin sowie Außig und Umgebung mußten die Menschen in einer langen Reihe die etwa 500 Meter breite Elbbrücke passieren. Auf der Brücke hatten sich beidseitig Schlägertrupps der tschechischen Miliz und Swoboda-Armee postiert, die in zügelloser Brutalität auf die Menschen einschlugen.
Wie viele Opfer es dabei gab ist bis heute nicht geklärt.
Kein Mahnmahl erinnert an der Brücke an diese Greueltat. (Inzwischen ist eine Gedenktafel an der Brücke angebracht).

Den steilen Südabhang nach Böhmisch Einsiedel wurde die Deutsche Bevölkerung im Laufschritt hiaufgetrieben. Alte und Kranke, die nicht mehr konnten wurden erschossen. Die sowjetischen Besatzungsmächte versagten und ließen die Leute nicht die Grenze nach Deutschneudorf passieren. Ein Denkmal erinnert heute an die, die auf diesem Treck oder später in Konzentrationslagern (in Tschechischen wohlgemerkt) und bei Zwangsarbeit starben.

 

 

15 Millionen Menschen insgesamt wurden aus ihrer angestammten Heimat in Mittel und Osteuropa vertrieben.

Mehr als 2 Millionen Deutsche haben diese erzwungene Auswanderung nicht überlebt.

Nach Schätzungen der Amerikaner betrug das verlorene Volksvermögen der Sudetendeutschen durch die Vertreibung 480 Millionen Golddollar

Über 1000 Städte, Dörfer und Weiler sind seit der Vertreibung vom Erdboden verschwunden.
Über den einst blühenden und seit 50 Jahren entsiedelten Gebieten im Grenzraum Tschechiens liegt noch heute ein eigenartige Atmosphäre, als spüre man noch immer, was hier einst geschah.
Wohl ein Grund mit, daß diese Gebiete trotz aller Bestrebungen unbesiedelt blieben. Schon drei bis vier Mal hat die neu angesiedelte Bevölkerung gewechselt. Sie wollen nicht bleiben.

 

1948

Gleichschaltung bzw. Ausschaltung demokratischer Kräfte - kommunistisches Regime

 

1968

Reformbestrebungen der CSSR unter A. Dubcek
21.08.1968 Einmarsch der sowjetischen Truppen unter Beihilfe des Warschauer Paktes - Ende des Prager Frühlings

 

1973

Abschluß eines Vertrages zwischen der damaligen Bundesrepublik Deutschland und der tschechischen Regierung, der das Münchener Abkommen für nichtig erklärt.

 

1990

Gründung der Tschechisch Slowakischen Förderativen Republik (CSFR)

 

1.1.1993

Nach Auflösung der CSFR gründet sich eine separate Slowakische Republik. Beide Staaten nun Tschechische Republik und Slowakische Republik;

 

2004

Die Aufnahme der Tschechischen Republik in die Europäische Union weckt bei den Vertriebenen die Hoffnung auf Rückerhalt bzw. Entschädigung des geraubten Eigentums.

 

September 2004

Bundeskanzler Gerhard Schröter warnt vor Rückfall in die Vergangenheit und vor Schäden in der Zukunft. Die Bundesregierung werde mit Anwälten jegliche Klage abschmettern, die auf Rückübertragung von Eigentum der Sudetendeutschen hinzielt.

 

September 2004

Bundespräsident Horst Köhler spricht sich in Prag für eine "humanitäre Geste" der tschechischen Regierung an diskriminierte Angehörige der deutschen Minderheit aus.

 

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Der tschechische Präsident Vaclav Klaus betonte gegenüber der Presse, "ein solcher Schritt könnte größte Ungerechtigkeiten mildern" Jedoch müsse über dies "rein tschechische Problem" in Tschechien und nicht bilateral diskutiert werden.

 

September 2007

Pressereaktionen auf den Besuch des zukünftigen Bayrischen Ministerpräsidenten in Prag

Vertreibung als "offene Wunde"

An diesem Konflikt ändert auch der Besuch Becksteins nichts. Beckstein nannte die Dekrete "eine offene Wunde" und "massiven Verstoß gegen Völker-, Europa- und Menschenrecht". Der tschechische Ministerpräsident wies die Kritik zurück. Es gebe in Prag keine politische Kraft, die eine Aufhebung der Dekrete unterstützen würde, so Topolanek.

Topolaneks Fazit: Die Beziehungen zwischen Prag und München seien sehr gut, "sie können aber noch besser werden". Immerhin hat Beckstein am Rande seiner Reise angedeutet auch als Ministerpräsident offiziell nach Tschechien reisen zu wollen. Zum Abschluss seiner Pragreise hat Beckstein das Büro der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Prag besucht.

 

Zumindest in der Frage der Nachkriegsvertreibung ist Becksteins Reise eine im Ton verschärfte Wiederholung des tschechisch-bayerischen Oppositionstreffens vom Montag. Da hatte SPD-Fraktionschef Franz Maget erklärt: "Es würde die Tschechen weiterbringen, wenn sie selbst sagen würden: Hier hat Unrecht stattgefunden." Und sein Gesprächspartner Jiri Paroubek, Vorsitzender der tschechischen Sozialdemokraten (CSSD) hatte erwiedert, einige der Verordnungen seien bereits erloschen. "Andere sind Teil der tschechischen Rechtsordnung geworden, und ein Abschaffen würde diese zum Zusammenbruch bringen."

 

September 2007

Verstimmungenzwischen Ungarn und der Slowakei

Parlament: Benes-Dekrete unantastbar

Auch zwischen den Nachbarländern Ungarn und Slowakei ist es zu Verstimmungen gekommen, nachdem das Parlament in Bratislava die umstrittenen Benesh-Dekrete für "unatastbar erklärt hat.

Ungarns Staatspräsident Laszlo Soyom bezeichnete den slowakischen Parlamentsbeschluss als "Ohrfeige" und stritt darüber mit seinem slowakischen Amtskollegen Ivan . Er verlangte, daß die Slowakei sich für die Vertreibungen bei den Ungarn ebenso entschultige wie bei den deutschen. Gasparovic verteitigte die Dekrete und machte die Nachkriegssituation geltend.

 

November 2007

Für Vertreibung der Ungarn-Deutschen entschuldigt

Die Ungarische Parlamentspräsidentin Katalin Szili hat sich in bewegenden Worten für die von mehr als 200 000 Deutschen aus Ungarn nach dem Zweiten Weltkrieg entschultigt.Bei einer Gedenkveranstaltung im Parlament in Budapest zum 60. Jahrestag der Vertreibung der Ungarndeutschen erklärte Szili:

"Wir Politiker stehen in der Pflicht, dass wir es anstelle unserer Vorgänger, die für schändliche Entscheidungen verantwortlich waren, aussprechen: Verzeihung! Nie wieder!"

Bundestagspräsident Norbert Lammert würdigte bei einer Veranstaltung den heutigen Umgang Ungarns mt der Vertreibung. Gerade auch diese Veranstaltung sei ein Zeichen für Aufrichtigkeit", sagte er. Jede Kultur beruhe auf Erinnerung.

 

Quellennachweis


Die Zitate und geschichtlichen Daten bis 1945 wurden aus Lexika, Regionalliteratur ( Neudorf, Chronik, Josef Hagner, Spindler Druck- und Verlag GmbH) und Presse entnommen:

Aufgrund der wenigen Recherchenmöglichkeiten zu diesem Thema kann für die Genauigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen werden.
Sie informieren nicht vollständig und allumfassend, sondern sollen den Wanderer im Rahmen der Homepage wenigstens etwas über die Vorgänge im tschechischen Grenzgebiet zu Deutschland informieren, denn die Informationen vor Ort sind spärlich oder gar nicht vorhanden. Sie sollen keine Wertung der einen oder anderen Seite darstellen, sondern lediglich das Thema Vertreibung grob umreißen.
 

 

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