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© Wolfgang Trommer

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Chronik der Stadt Greiz Themenseite Im Kalender blättern

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Greiz im Kalenderblatt
 

Eine Stadt anhand der kleinen Dinge am Wegesrand zu sehen, das ist einen Versuch wert. Ob es mit diesen Kalenderblättern dabei gelingen wird die Stadt Greiz zu porträtieren braucht Zeit - warten wir das Ergebnis ab. 

   (Die Kalenderblätter werden am
   Anfang des aktuellen Monats 
   veröffentlicht.)
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Daten zu dieser Chronik wurden entnommen:
 

Chronik der Stadt Greiz von 1938

Greizer Heimatkalendender

 

    Chronik der Stadt Greiz

1209 Greiz erstmalig urkundlich erwähnt
1209 Heinrich V. verlegte infolge einer Erbteilung seinen Wohnsitz von Weida nach Greiz
1225 Burg Groitz und Stadtkirche nachgewiesen
1269 als "villa" (Dorf) erstmalig genannt
1306 Vogt Heinrich II. Reuß von Plauen begründet die Linie Reuß-Greiz - Greiz wird Herrschaftssitz der Reußen
1359 Greiz erstmals als "stat" ewähnt
1449 Burg und Stadt werden geteilt in Vorder- und Hinterschloß, später Ober- und Untergreiz
1486 Bürger, Rat und Ratssiegel nachweisbar
1494 Großer Stadtbrand (51 Häuser wurden zerstört)
1527 Ältestes Greizer Stadtprivileg von Fürst HeinrichXIII. Reuß erteilt
1533 Einführung der Reformation in Reuß
1564 - 1616
  und
1625 - 1768

Teilung des winzigen Landes in Ober- und Untergreiz durch Erbteilung
1564 Für die Untergreizer Linie wird das "Untere Haus" gebaut, das 1724 zum Unteren Schloß ausgebaut wird.
1591 Gründung des ältesten Unternehmens der Stadt Greiz, der ab 1808 im Besitz der Familie Günther befindlichen Papierfabrik.
1610 Großer Stadtbrand (78 Häuser zerstört)
1660 Wirtschaftsentwicklung durch Tuch- und Zeugmacher, Schwarz- und Schönfärber
1673 Das Geschlecht der Reußen wird in den erblichen Reichsgrafenstand erhoben
1697 Graf Heinrich der VI. Reuß trägt zur Befreiung Wiens von den Türken bei. Er wird in der Schlacht von Zenta tötlich verletzt.
1768 Vereinigung der Herrschaften Ober- und Untergreiz
zur Grafschaft Reuß ältere Linie
1778

Erhebung des Greizer Grafenhauses in den erblichen Reichsfürstenstand, Greiz wird damit Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Reuß ältere Linie.

1779 Das Sommerpalais wird als "Maison de belle retraite" in einem nach französischen Stil gestalteten Lustgarten errichtet.
1802 Goßer Stadtbrand, ein erheblicher Teil der Stadt wird ein Raub der Flammen. Größter Stadtbrand in der Geschichte der Stadt Greiz.
1807 Beitritt der Reußischen Fürsten zum Rheinbund.
Reußische Truppen nehmen an 
Feldzügen in Tirol und Spanien teil.
1802 - 1850 Die meißten der Webereifirmen wurden in der ersten Hälfte des
19. Jahrhunderts gegründet und durch den Zusammenschluß der thüringischen Staaten zu einem Zollbund gefördert.
1833 Greiz zählt mit Beginn der industriellen Entwicklung 
5600 Einwohner
1862 Einführung des mechanischen Webstuhls
1861 Greiz zählt bereits ca 10000 Einwohner.
1865 Eisenbahnanschluß nach Brunn, später Neumark
1868 Erster Großbetrieb mit 200 Webstühlen.
1866 Preußen erklärt Reuß Ältere Linie den Krieg 
(Reuß ist Alliierter Österreichs)
1871 Reuß ältere Linie wird Bundesstaat des Deutschen Reiches
1872 Beginn der gartenkünstlerischen Umgestaltung des Parkes durch Petzold und Reinecken (Unter Heinrich des XXII R. ä.L.)
1875 Elstertalbahn Gera-Greiz-Plauen eröffnet
1867 Der letzte regierende Fürst aus dem Greizer Hause wird volljährig und übernimmt die Regierungsgeschäfte.
preußenfeindlich nimmt er nicht an der Krönung des Kaisers in Versailes teil. Reuß stimmt im Bundesrat allein gegen die Sozialistengesetze.
1888 Die Preußisch gesinnte Kaufmannschaft setzt gegen die Bindung des Reußischen Fürstenhauses an Habsburg durch, daß Greiz das erste Kaiser-Wilhelm-Denkmal Deutschlands errichtet.
1843 An das Gewächshaus im Park wird das kleine Hoftheater nach Art der Lauchstädter Bühne angebaut.
1897 Gründung eines Philharmonischen Orchesters
1902 Heinrich XXII. stirbt und wird im Mausoleum Ida-Waldhaus beigesetzt. Noch einmal erlebt Greiz einen prunkvollen Auftritt des Adels während der Trauerfeierlichkeiten.
1902 Das Haus Reuß jüngere Line führt nun die Regierungsgeschäfte.
Der letzte männliche Sproß der älteren Linie ist dauernd regierungsunfähig.
Mit seinem Tod im Jahre 1927 erlischt das Haus ältere Linie.
1910 Die Stadt hat 23000 Einwohner
1918 Novemberrevolution zwingt die fürstliche Regierung zur Abdankung
1919 Die Fürstentümer Reuß werden zum Volksstaat  Reuß vereinigt.
1920 Greiz wird des Teil Landes Thüringen
1921 Greiz wächst mit seinen Vororten zusammen durch eine rege Bautätigkeit entstehen am Pohliz-und am Irchwitzberg neue Miethäuser.
1922 Greiz vergrößert sich durch die Eingemeindung 14 umliegender
Gemeinden. (1931 zählt die Stadt fast 40000 Einwohner, die sich erst verringert, als viele Menschen in die Industriezentren der ehemaligen DDR bzw. nach der Wiedervereinigung Deutschlands nach dem Westen Deutschlands abwandern.
(Ab 1989 sinkt die Einwohnerzahl rapide. Durch Arbeitsplatzverlust bedingter Wegzug der Menschen)
1922 Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung im Sommerpalais eröffnet.
1924 Einweihung des Greizer Sommerbades.
1929 Eröffnung des Heimatmuseum im Unteren Schloss.
1932 Greizer Stadtbücherei eröffnet.
1945

Greiz hat den Krieg fast unversehrt überstanden. Lediglich  viele Brücken sind gesprengt, wenige Häuser zerbombt

Am 17. April 1945 ziehen in Greiz die Amerikaner ein, ab 1.Juli Sowjetische Besatzungszone.

Zahlreiche Fabrikanten verlassen Greiz in Richtung Westen.

Greiz eröffnet als eine der ersten Städte in Deutschland eine Line für Oberleitungsbusse, auch als O-Bus bekannt.

1952 Greiz wird Kreisstadt im Bezirk Gera,
(Das Land Thüringen existiert nicht mehr)
1975 Errichtung der Karrikaturensammlung "Satirikum im Sommerpalais
1989 Der Untergang der DDR und die "Wendezeit" gehen auch an Greiz nicht spurlos vorüber. Greizer sind maßgeblich an politischen Aktivitäten beteiligt. Beiderseits der "Fronten" - versteht sich. Greizer sind an der Gründung  einer Sozialdemokratischen Partei (SDP) maßgeblich beteiligt.
Greizer nehmen aber auch in Kampfgruppenuniform an der Überwachung der Demonstrationen in Plauen und bei der Durchfahrt der Flüchtlingszüge in Reichenbach teil. Und während Iphrahim Böhme als Synonym des Stasi-Sumpfes  "Karriere" macht, sind andere Genossen bereits in der neuen Gesellschaft angekommen.
1990 Festakt zur Wiedervereinigung Deutschlands in der Stadtkirche
1991 Eröffnung des Hallenschwimmbades in Greiz Aubachtal.
bis 1992

werden durch die Treuhand fast sämtliche Betriebe abgewickelt. 
Was übrig bleibt siecht mit Fördergeldern bis zur Jahrtausendwende dahin, wenige der alten Arbeitsplätze bleiben nach dieser in der Geschichte wohl einmaligen Deindustriealisierung noch erhalten.

Neu entstehende Unternehmen können das entstandene Vakuum an Arbeitsplätzen nur wenig mildern. 
Trotz massiver Abwanderung von Arbeitskräften in den Westen, Vorruhestandsregelungen und arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen liegt die Arbeitslosenquote bei ca 17 %.

bis 2002... ...sind dort, wo einst große Betriebe vielen Menschen Lohn und Brot gaben, Industriebrachen vorzufinden.Tausende Greizer nehmen Anteil an der Sprengung des Textilveredlungswerkes (vorm. Fa Schleber), eines der ersten Industriehochhäuser.
2002 Die Zahl der Einwohner sinkt weiter, so eine neuerliche Studie. 
Im - in den Siebzigerjahren erbauten - Neubaugebiet Pohlitz-Reißberg fällt das erste Haus der Abrißbirne zum Opfer.
2004 Mit der Bezeichnung Hartz IV werden einschneidende Maßnahmen für Langzeitarbeitslose durchgesetzt. Die Volksseele kocht aber sie kocht nicht über. Neuerliche Montagsdemonstrationen und die Gründung eines Vereins gegen Soziale Kälte. Zu wenige beteiligen sich an den Demonstrationen gegen Hartz IV. Proteste der einstigen Montagsdemonstranten von 1989 "gegen  Mißbrauch" des Namens der Montagsdemos".

2005

Auch  andere Strömungen erkennen und nutzen die soziale Schieflage des Landes für ihre Zwecke:

50 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges marschiert die NPD für soziale Gerechtigkeit und gegen die Agenda 2010 durch Greiz.

2006

Viel Geld wird für die Sanierung der Baudenkmäler der einstigen Residenzstadt Greiz zur Verfügung gestellt. Allein die Sanierung des Oberen Schlosses verschlingt Unsummen. Für den fürstlichen Marstall kommt jede Hilfe zu spät. Man ließ das Gebäude so lange verfallen, bis auch der Denkmalschutz dem Abriß zustimmt. "Endlich verschwindet dieser Schandfleck.", so der Kommentar des Bürgermeisters. Monopoly läßt grüßen, schon bald nach dem Abriß denkt man über Bau- und Straßenpläne nach.

2007

Die Investition in ein neues Produktionsgebäude einer bereits wieder in Greiz ansässigen Firma läßt auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Greiz und auf eine gute Zukunft hoffen.

2008

Die Fürstensäle im Oberen Schloss werden nach umfangreichen Sanierungen übergeben. In dreijähriger Bauzeit sind repräsentative Räume im Oberen Schloss der Stadt Greiz entstanden, die für Tagungen, Feiern und Trauungen genutzt werden können.

Seit 1992 flossen10,6 Millionen Euro, darunter auch Fördermittel in die Baumaßnahmen des Oberen Schlosses.

Grundsteinlegung für ein neues Theater im Areal des Goetheparkes.

2009

Der Freundeskreis Greizer Park e.V. gründet sich und läßt hoffen, daß durch Mitarbeit der Greizer Bürger der weitere Erhalt und die Pflege des Greizer Parkes gesichert ist.

2010

Greiz hat in der Carolinenstraße ein neues Theater, das den Namen "Vogtlandhalle" erhält.

2013

Greiz wird von einem Hochwasser heimgesucht, dass Schäden in Millionenhöhe verursacht. Die in den 1970er Jahren errichteten und am Hochwasser 1954 und 1958 orientierten Schutzanlagen können dieses Hochwasser nicht zurückhalten. Das soeben erst restaurierte und als "Schloss des Jahres" ausgezeichnete Sommerpalais wird in Mitleidenschaft gezogen. Der im historischen Stil neu gestaltete Park wird durch fehlende zusätzliche Sicherungsmaßnahmen zerstört. Die Hilfe der Menschen mit den Hochwasseropfern ist gross.

 
 
LETZTE BEARBEITUNG:    31.01.2015
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