DER
ELSTERRADWEG
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ELSTERRADWEG
DER RAD- UND FERNWANDERWEG IM TAL DER
Weißen Elster
© Wolfgang Trommer

 
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Die Elsterquelle
Bad Elster
Bad Elster bis Pirk
Burg Stein
Pirk - Plauen
Vogtländische Schweiz
Steinicht
Unglück in der Rösch (Steinicht)
Elsterberg - Greiz
Greiz
Abstecher zur Göltzschtalbrücke
Greiz - Neumühle
Neumühle - Berga
Berga - Wünschendorf
Abstecher Kloster Mildenfurth und Weida.
Wünschendorf-Gera-Bad Köstritz
BUGA 2007 und Wismut Ronneburg
Crossen - Zeitz
Floßgraben
Weinanbau an der Weissen Elster
von Zeitz durch die Elsteraue nach Groitzsch und Pegau
von Pegau entlang des Elsterkanales an die Stadtgrenze von Leipzig
durch Park- und Auenlandschaften der Großstadt Leipzig zum Auensee
Schkeuditz - Halle
Das Ziel: Die Mündung der Weißen Elster in die Saale
 
 
 
Wegbeschreibung
Resümee
Linkliste zu den Städten

Die Weißelsterflöße

 

Ein besonderes technisches Denkmal findet man entlang der Wegstrecke zwischen Crossen und Zeitz. Wassergräben, die sich bei weiterer Beschäftigung mit dem Thema als ein einzigartiges technisches Denkmal erweisen. Diese Floßgräben zwischen Oberen Vogtland um Muldenberg und Klingenthal bis hinauf nach Merseburg / Halle und Leipzig sind als Kielfloßgraben, Muldenberger Floßgraben und als Großer Elsterfloßgraben bekannt.
Bereits im 16. Jahrhundert soll August der Starke, als ein sehr geschäftstüchtiger Monarch die Anlage von Floßgräben zum Transport von Scheitholz aus dem Oberlauf der Mulde angeregt haben, denn Scheitholz wurde dringend für die aufstrebende Industrie um Leipzig und Merseburg besonders für die Betreibung der Salinen benötigt und stellte eine nicht unerhebliche Einnahmequelle dar. Von 1563 bis 1632 wurde dieses einzigartige Kanalsystem geplant und angelegt und bis 1881 genutzt, bevor die Floßgräben andere, neue Energieresourcen überflüssig machten. Allein nach Leipzig wurden jährlich bis zu

15000 Kubikmeter Holz geflößt.
Das Floßgrabensystem überwindet durch ausgeklügelte Kunstbauten wie Grabensystene und Floßrutschen in einzigartiger Weise mehrere Wasserscheiden, bevor das Scheitholz über Göltzsch und Weiße Elster zum Großen Elsterfloßgraben zwischen Crossen und Lützen gelangte. Unterwegs gab es zahlreiche Holzlandeplätze, auf denen das Holz, nachdem es sich durch das Flößen im Wasser vollgesaugt hatte und zu schwer zum Flößen war, bis zur nächsten Flößsaison zur Trocknung ablagerte. Die genaue Lage vieler dieser Floßplätze ist heute nicht mehr genau bekannt. Aber in Wünschendorf ist bis heute das Rechenhaus erhalten. Der Rechen, in den Flußboden gerammte Baumstämme, befand sich bei dem noch heute angestauten Abschnitt der Weißen Elster. So konnte das Holz im Rechen aufgehalten und angelandet werden. In Gera war es möglich das Scheitholz über den Mühlgraben, der im Rahmen der Bundesgartenschau rekultiviert wurde, bis in die Stadt zu flößen.

In Crossen befand sich eine weitere große Anlage, die bis heute existiert, das Floßgrabenwehr. Ab Crossen war die Weiße Elster nicht mehr zum Flößen geeignet. Deshalb wurde am Floßgrabenwehr Crossen das Scheitholz in den Floßgraben verbracht. Den Verlauf des Floßgrabens kann man am Besten besichtigen, wenn man seinem Verlauf entlang der Straße Crossen-Zeitz folgt.

Brücke mit Wappen bei Pötewitz

Verlauf des Floßgrabens  bei Pötewitz

Der Verlauf des Floßgrabens  an der Mühle in Wetterzeube ist einer der schönsten Abschnitte...

...  leider sind die kunstvoll gefertigte Einfassungen und die Stege des Flossgrabens aus Sandstein entfernt worden.

 

Wer sich die Technik des Scheitholzflößens auf den noch heute erhaltenen engen und schmalen Floßgräben nicht vorstellen kann, der sollte sich das Schauflößen in Muldenberg im Mai und im September nicht entgehen lassen. Eine Wanderung entlang des Kielfloßgrabens, die Besichtigung der nachgestalteten Floßrutsche und eine Wanderung zu den Rißfällen sind zum besseren Verständnis dieser technischen Meisterleistung empfehlenswert.

Auch ab Crossen weiter in Richtung Leipzig klann man die technische Meisterleistung anhand der noch zahlreich vorhandenen Kunstbauten wie Brücken, Wasserabschläge und Bauten für die Kreuzung natürlicher Bachläufe mit dem Kunstgraben nachvollziehen.

Große Teile des Elsterfloßgrabens sind südlich von Leipzig dem Braunkohlentagebauen zum Opfer gefallen. Gemeinsam mit der MIBRAG sind kommunale Interessenvertreter bemüht den Elsterfloßgraben zu großen Teilen wieder herzustellen und somit der Nachwelt ein einmaliges technisches Denkmal zu hinterlassen.

LETZTE AKTUALISIERUNG:

17.04.2008

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