WANDERERLEBNISSE
IN
SACHSEN
D I E   W A N D E R S E I T E N   D E R   F A M I L I E   T R O M M E R
© Wolfgang Trommer
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.IMPRESSUM

DAS STEINERNE MESSER
MYSTISCHES SÜNEZEICHEN

 

ZUR ERINNERUNG AN DIE ERLEGUNG DES LETZTEN WOLFES

DER WOLFSSTEIN MIT DER
AUFLISTUNG DER NAMEN ALLER AN DER JAGD BETEILIGTEN PERSONEN

     

Die Wanderung kann man gut im Anschluß an den Rabenauer Grund machen. 
Wenn man in Freital-Hainsberg die Wanderung durch den Rabenauer Grund beginnt, kann man in Malter hinauf in die Dippoldiswalder Heide gehen und dann die Hohe Straße nach dem Götzenbusch verlassen, um an der Spechtritzmühle wieder in den Rabenauer Grund zu gelangen. 
Wer dann nicht mehr laufen kann fährt mit der historischen Schalspurbahn wieder zurück nach Hainsberg.

Eine andere Route führt von kleinen Städtchen Dippoldiswalde herauf, vorbei am sogenannten Heidengrab in die Dippoldiswalder Heide.

Auf geht`s !

 

 LETZTE AKTUALISIERUNG:08.01.2009

 

DIE DIPPOLDISWALDER HEIDE

 

...hätte eigentlich ein Tafelberg sein können, wie sie etwas weiter in der Sächsischen Schweiz vorzufinden sind. Aber leider wurde der Sandstein bei der Entstehung des Erzgebirges nicht mit angehoben, und errodierte dadurch nicht zu solch malerischen Sandsteinformationen wie in der Sächsischen Schweiz. So schlummert der Sandstein weiter unter der Erde mit der Hoffnung in grauen Zeiten doch noch der Lilienstein Nummero 2 zu werden...

Einen Sandsteinfelsen gibt es aber doch. Der Einsiedlerfelsen, an dem ein Einsiedler namens Dippoldis lebte, dem die einst mächtige Bergstadt Dippoldiswalde viel zu verdanken haben soll. Also auch vor langer Zeit gab es Aussteiger. Und die Dippser Heide, wie die Landschaft im Volksmund genannt wird, hat ihren Kletterfelsen, an dem ich mich schon in den Zeiten meiner Lehrausbildung in GST-Uniform als Bergsteiger erproben konnte.

Ich war also da. Und vor mir war kein geringerer in der Gegend als Napoleon, der in der Heidemühle Station machte, und was die Wirtin auch gerne anhand des eingemeißelten Portraits seiner Majestät zum Besten gibt.
Übrigens die gute Dresdener Eierschecke und den Kleckselkuchen gibt es mit vortrefflichem Geschmack in der Gaststätte. Ob diese auch schon Napoleon auf seinen Jagdausflügen von Dresden heraus in die osterzgebirgische Landschaft gestärkt hat wäre anzunehmen, ist aber auch nicht überliefert...

Es führen also alte Straßen entlang und durch die Dippoldiswalder Heide, denn wie sonst kämen so berühmte Leute wie der alte Franzosenkaiser hier vorbei.
Schon bevor es die Transitstraße 170 gegeben hat, die nun bald durch eine neue Autobahn abgelöst wird, führten alte Handelsstraßen hier vorbei hinüber ins Böhmische. Eine ist die Hohe Straße, die aus dem Böhmischen den Erzgebirgskamm überquerte und über Frauenwald hierher weiter über Willsdruff bis nach Meißen führte. Keiner kennt mehr den genauen Verlauf der alten Straße. Nur hier in der Heide hat sich die Straße erhalten. Man blieb gerne auf den sicheren Höhen, denn da war der Überblick besser und das Reisen somit sicherer.
Den damals noch wilden Rabenauer Grund querte man allenthalben an der Rabenauer Mühle. Ihn zu durchqueren wäre damals noch einem Abenteuer mit unbekanntem Ausgang gewesen. Als der Maler Ludwig Richter die Wildheit der Landschaft des Rabenauer Grundes und die alte Straße in seinem Gemälde "Der Hochzeitzug" und "Genuveva im Walde" festgehalten hat, war der Rabenauer Grund schon begehbar geworden. Doch dazu mehr unter der Beschreibung des Rabenauer Grundes.

Zurück zur Dippoldiswalder Heide:
Heute wandert man vorbei am Wolfsstein, das Denkmal für den letzten erlegten Wolf und dem Steinernen Messer, wohl einem Sühnezeichen, durch die stillen Wälder zur Ruine der Sankt-Barbara-Kapelle und dann weiter über die Höhen oberhalb Oelsas mit Fernblicken über die einmalig liebliche ostsächsische Landschaft um die Stuhlbauerstadt Rabenau. 

Mystisch ist es allenthalben hier heroben. Die Handelsreisenden, die einst auf der Handellstrasse unterwegs waren, werden wohl ganz froh gewesen sein, wenn sie auch am Götzenbusch unbehelligt vorbeigekommen waren.

Der Name Götzenbusch verweist auf verwunschenes Land, weil der Gegend bedingt durch einen seltenen Sandstein nichts abzuringen war und nur Buschwerk hier wuchert. Für Geologen ist sie dagegen ein interessantes Objekt.

Nicht zuletzt diente die exponierte Lage des Götzenbusches im Weltkrieg als ausgezeichneter Beobachtungspunkt, denn vom exponierten Standort hat man einen einmaligen Ausblick über das Land.
   

 

DIE KAPELLE
SANKT BARBARA

EINSAM GELEGEN UND MYSTISCH ALLEMAL 
EIN SAKRALES BAUWERK IN DER DIPPOLDISWALDER HEIDE 

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