Unser

Buckelbergwerk

 

Bergleute vor Ort.

Um in den Schoß der Erde zu gelangen zwängten sich die Bergleute auf schmalen Leitern durch enge Spalten. Damit es schneller ging seilte man sich auch ab, wie der Bergmann rechts. Das Arschleder schützt , wenn der Bergmann mit dem Allerwertesten über das Felsgestein rutschte.

Förderknechte verrichteten ihre schwere Handarbeit an der Haspel um das Erz nach oben zu fördern.

Die Haspeln befanden sich auf vielen Sohlen des Bergwerkes.

Wurden sie von zwei Haspelknechten bedient sprach man von einer zweimännischen Haspel.

 

Später gab es im ganzen Erzgebirge Pferdegöpel, die mittels Pferdekraft die Förderarbeit durchführten. Mit der Elektroenergie kamen die Fördertürme.

Der Frosch, die Bergmannslampe, gab im finsteren Stollen nur spärliches Licht. Ging die Lampe aus musste man oft auch im Dunklen ausfahren oder einen Kameraden finden, der half. Das Lampenöl, meist Talk, musste der Bergmann trotz kargen Lohnes selbst kaufen.

 

 

Bergleute waren sehr gottesfürchtig. Wer ein Leben im Schoß der Erde mit allen Gefahren und bei Enge und Dunkelheit verbrachte, der musste das sein. Im winzigen Betraum hielten die Bergleute vor und nach der Schicht inne und beteten. Die Beträume waren bescheiden und oft nur mit einem Kreuz ausgestattet.

 

 

 

 

 

Jedes Bergwerk hat einen Berggeist, der die Bergleute durch Klopfen vor Gefahren warnt. Mit etwas Phantasie kann man die Zipfelmütze und den Umhang eines mittelalterlichen Bergmanns, Stirn, Nase, Augen, Bart und sogar Bauchnabel erkennen. Man muss nur lange genug hinschauen...

 

 (1. Ausbaustufe)

Schon lange verfolgen wir den Plan ein Buckelbergwerk zu bauen, wie das früher invalide Bergleute taten um für ein wenig Verdienst über die Jahrmärkte zu ziehen. bisher begnügten wir uns damit eine alte Werkzeugkiste mit Stufen (schönen Kristallen und Steinen) sowie mit Figuren auszustatten. Nun aber erfolgte der Aufriss im Maßstab 1:1, in den alles im Detail eingezeichnet wurde. Im ersten Jahr in der Zeit vor Weihnachten bauten wir das Wasserrad, machten es gangbar und dann folgten Antriebsstange und Joch, dass die horizontale Bewegung in eine vertikale zum Antrieb der Pumpen umsetzt. So waren die Bergleute in der Lage obertägiges Wasser für den Antrieb zu nutzen um das Wasser aus dem Bergwerk zu fördern. Die Pumpe förderte das Wasser von unten in einen Wasserkasten und die nächste Pumpe förderte es weiter nach oben in den nächsten Wasserkasten usw. Am Ende ergoss es sich in eine Rösche, die es zum obertägigen Wasserkreislauf (Bach oder Fluss) ableitete. Man war in der Lage das Wasser bis zu 100 Metern Tiefe aus dem Bergwerk zu fördern. Das Wasserrad hatte je nach Aufschlagmenge bis zu 12 Meter Durchmesser um die nötige Energie zu bringen. Wasserräder waren in Radkammern unter Tage eingebaut. Diese Radkammern meißelten Bergleute mühsam aus dem Berg . Sie benötigten dazu ca. 25 Jahre. Bei einer Lebenserwartung von 35 Jahren war diese Arbeit eine Lebensaufgabe.

Unser Wasserrad im Modell hätte gerade einmal ca. 6,00 Meter.

Den Berg haben wir provisorisch aus Seidenpapier, welches sich in Schuhkartons befindet, modelliert. Später, wenn die ganze Technik ausgereift ist, wird der Berg so naturgetreu wie möglich gestaltet.

Bis dahin ist noch viel zu tun:

Die Pumpgestänge und ihre Übertragungen in die Tiefe müssen naturgetreuer gestaltet werden. Auch das Wasserrad wird mit "Balken" verblendet. Zudem fehlen noch viele Radschaufeln im Wasserrad, die noch eingeleimt werden müssen.

Das haben wir im zweiten Jahr in der Vorweihnachtszeit weiter verfolgt. Auch der Berg wurde mit Baumrinde modelliert, so dass unser Buckelbergwerk noch naturgetreuer aussieht. trotzdem muss das alles noch weiter verfeinert werden.

Die Beleuchtung erfolgt durch Kerzen. Die Stufen, der Bergaufzug und die Waldleit vervollkommnen das Gesamtbild.

 

 

 

 

 (2. Ausbaustufe)

 

 

     

    Die Szene mit Daniel Knappe, dem einer Legende zufolge ein Engel erschien. Der Engel deutete Daniel Knappe in den Ästen der Bäume nach Silber zu suchen dann werde er reich. Daniel Knappe stieg in die Bäume und fand nichts. Da fiel ihm ein, dass ja die Wurzeln der Bäume auch Ästen gleichen und so grub er unter den Bäumen. Daniel Knappe fand reiche Silbervorkommen. Das große Berggeschrey um die Stadt Annaberg begann.

    Den Silberbrocken haben wir mit Zinnwaldit aus der Grube "Vereinigt Zwitterfeld zu Zinnwald" dargestellt.