DER
ELSTERRADWEG
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ELSTERRADWEG
DER RAD- UND FERNWANDERWEG IM TAL DER
Weißen Elster
© Wolfgang Trommer

 
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Die Elsterquelle
Bad Elster
Bad Elster, Adorf
Oelsnitz, Pirk
Burg Stein
Pirk - Plauen
Vogtländische Schweiz
Steinicht
Unglück in der Rösch (Steinicht)
Elsterberg - Greiz
Greiz
Abstecher zur Göltzschtalbrücke
Greiz - Neumühle
Neumühle - Berga
Berga - Wünschendorf
Kloster Mildenfurth und Weida.
Wünschendorf-Gera-Bad Köstritz
BUGA 2007 und Wismut Ronneburg
Crossen - Zeitz
Floßgraben
Weinanbau an der Weissen Elster
Zeitz, Elsteraue, Groitzsch, Pegau
von Pegau entlang des Elsterkanales an die Stadtgrenze von Leipzig
durch Park- und Auenlandschaften der Großstadt Leipzig zum Auensee
Schkeuditz - Halle

Das Ziel: Die Mündung der Weißen Elster in die Saale

 
 
 
Wegbeschreibung
Resümee
 

Das Elstertal zwischen Bad Elster
und Autobahnbrücke Pirk

Der Elsterradweg wird ab Bad Elster den Radfahrer nicht durch die schönen Flußauen der Weißen Elster führen. In sanften Schwüngen mäandert unser Fluß durch die weiten Talauen.
Der Elsterradweg führt zunächst nach Adorf und das leider entlang der Bundesstraße B92. Adorf ist Zentrum der Perlmuttherstellung. Wen das alte Kunsthandwerk weiterführend interessiert, der kann sich in Heimatmuseum umfassend informieren. Aber auch die historische Altstadt mit Teilen der mittelalterlichen Stadtmauer ist einen Abstecher wert.

 

                                  FLUSSPERLMUSCHEL UND PERLMUTTHERSTELLUNG

 

Die alte sächsische Postmeilensäule am Rand der Transitstraße B 92 weißt darauf hin, daß hier auf der alten Poststraße, die von den Höhen des Vogtlandes herunterkam und weiter ins Böhmische hineinführte, schon reger Verkehr in alten Zeiten herrschte. Auch der Geheimrat Goethe weilte in Adorf, wenn er sich zu seinen Bäderaufenthalten nach Karlsbad und Franzensbad begab.
Leider ist heute der Transitverkehr aus der Tschechischen Republik, der täglich lautstark über die B 92 rollt, dem Erholungswert einer Radtour auf diesem Streckenabschnitt sehr abträglich. Ab Rebersreuth wird das Elstertal verlassen.  Auf der alten Eichigter Straße und über Hundsgrün und Ebersbach erwarten den Wanderer und den Radfahrer  ländliche Schönheit. Jedoch ist Kondition auf den steilen  Bergabschnitten gefragt.

Oelsnitz, die alte Teppichstadt grüßt schon von weiten mit den Türmen der St. Jacobikirche.
Die Stadt verläßt der Radfahrer in Richtung Talsperre Pirk. Mit dieser Talsperre hat man die Weiße Elster zur Gewinnung von Brauchwasser angestaut und die Textilindustrie mit Wasser versorgt. Die in den Jahren 1935 bis 1939 erbaute Stauanlage ist die einzige am Flußlauf der Weißen Elster, wenn man die kleine Stauanlage auf tschechischer Seite vernachlässigt. Entlang der Talsperre Pirk könnte der Radfahrer vorzüglich ohne große Steigungen dahin radeln. Doch der Radweg führt auf der vielbefahrenen Landstraße steil bergan über Planschwitz und Magwitz. Allein die herrliche Aussicht von den Höhen machen diese Mühen wieder wett. Erst nahe der Staumauer erreicht man nach einer sehr steilen Abfahrt wieder das Elstertal und radelt nun auf den Wanderweg zum Bahnhof Pirk.

Ziel ist die Autobahnbrücke Pirk, die eine einzigartige Baugeschichte aufweist:
Mit ihren zwölf Gewölbebögen ist sie die weltgrößte Mehrbogensteinbrücke. 1937 bis 1939 errichtet führte die imposante Brücke bis zur Wiedervereinigung Deutschlands einen Dornröschenschlaf. Die solide Bauweise ermöglichte mit Eröffnung der Autobahn A 72 nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze eine Fertigstellung der 373 Meter langen Autobahnbrücke.
Ab Oelsnitz und ab Pirk besteht Anschluß an die Eisenbahn. Der weitere Weg führt durch einen geschützten, noch relativ natürlichen Talabschnitt, über Weischlitz nach Plauen, der sowohl für den Radfahrer als auch den Wanderer sehr reizvoll ist.
In der Spitzenstadt Plauen, die nach ihrer Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkrieges zu einem Schattendasein durch die Grenznähe der einstigen Metropole des Vogtlandes führte, erlebt der Besucher eine wieder aufstrebende Großstadt mit zahlreichen imposanten Neubauten aber auch eine der ältesten Elsterbrücken des Vogtlandes. 1244 wurde die alte steinerne Brücke über die Weiße Elster erstmalig erwähnt. Aus Plauen heraus findet der Radfahrer in Richtung Chrieschwitz. Man fragt sich am besten nach dem Lochbauern durch.
 

Den Wanderer führt der Vogtlandweg aus Bad Elster hinaus durch die stille Waldeinsamkeit des Landschaftsschutzgebietes Oberes Vogtland.Über die Höhen um Gettengrün und Eichigt erwarten den Wanderer außergewöhnliche Fernblicke auf das westliche Erzgebirge bis hinein nach Böhmen.Die nach 1945 stillgelegte Strecke Oelsnitz - Asch macht die Weltabgeschiedenheit dieser Gegend bewußt, die doch eigentlich in der Mitte Europas liegt.
In Oelsnitz sollte diese strapaziöse Tagestour für den durchschnittlich Trainierte enden. Von Oelsnitz zur Talsperre Pirk sollte der Wanderer den als Bergbaulehrpfad ausgeschilderten Weg nehmen. Er entspricht in großen Teilen dem Vogtlandweg. Man kann auf diesem Weg die Geschichte des Bergbaus in der Oelsnitzer Region vom Mittelalter bis in die Zeit des Uranbergbaus nachvollziehen. Leider wird auf dieser Wanderung auch bewußt, welche Wunden der rigorose Gesteinsabbau in der neuesten Zeit an Landschaft vernichtet. Die Ausblicke von Oelsnitz über die angestaute Weiße Elster bis zur Autobahnbrücke Pirk sind einmalig. Durch stille Dörfer gelangt man am Schluß der Tour hinab ins Elstertal und zur Autobahnbrücke Pirk.
LETZTE AKTUALISIERUNG:

17.04.2008

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