WESTKAUKASUS - DOMBAITAL

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Die Suchumer Heerstraße Schlachtfelder im Zweiten Weltkrieg

 

 

Letzte Aktualisierung 30.06.2007

 © Wolfgang Trommer

 

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Eine der schönsten und auch schweren Touren führt den Bergwanderer hinauf zu den Kluchorseen. Man folgt der alten Suchumer Heerstraße, die schon die alten Griechen auf der Suche nach dem goldenen Vlies  benutzt haben sollen. Vor den Kluchor Seen steigen wir durch Fels nach links  hinauf. Auf der anderen Seite können wir die in den Fels geschlagene Suchumer Heerstraße weiter hinauf zum Kluchor-Paß (2782 m) verfolgen. Sie führt vom Gebirgspaß hinab nach Suchumi. gerne hätte  ich einmal eine Wanderung von den alpinen Regionen des Kaukasus in die subtropischen Gefilde von Suchumi mitgemacht, doch die Reisen waren damals heiß begehrt.

 

 

Fast wähnen wir uns jetzt in arktischen Gefilden. Es ist kalt hier oben in den Regionen aus Eis und Schnee. Unser Proviant und die Getränke sind schon eisig kalt, als wir die Mittagsrast einlegen. Es beginnt zu schneien. Unser Bergführer führt uns sicher über den Gletscher, der mit zahlreichen Spalten überzogen ist. Überall finden sich Gedenktafeln, die an den hier zwei Jahre tobenden Stellungskrieg im Zweiten Weltkrieg erinnern. Die deutsche Wehrmacht wollte in einer Offensive über den Kaukasus die Ölfelder am Kaspischen Meer erobern. Zwei Jahre hielten die Gebirgsjäger in dieser Rauhen Region aus. Diese Schlacht wurde einer der größten Stellungskriege, der für die Deutsche Wehrmacht verhehren in einem Rückzug endete. Verwundete und Tote mußten zurück gelassen werde. Unter dem Schnee liegen noch heute die Gebeine der toten Soldaten. Am Wrack eines Fluzeuges, es  könnte eine JU gewesen sein, wird uns das Fotografieren verboten. Erst nach 1989 ermöglichen die russischen behörden die Bestattung der Gebeine der Soldaten, die auf einem zentralen Soldatenfriedhof ihre letzte Ruhestätte finden sollen.

 

 

 

Als wir den ca. 3000 m hohen Paß erreichen werden wir für unsere Mühen belohnt. Wenn auch nur für Minuten so reißen die Wolken doch auf und wir erhaschen einen Blick auf die grandiose Bergwelt. (Ganz links im Bild der Kluchor-Paß). Dann wird es noch unwirtlicher. Bei starkem Schneetreiben und eisiger Kälte gleiten wir, uns an den Händen haltend, schlitternd ins Tal.

Der Rückweg durch das  Gitsche Murudshu -Tal ist weit und der nun ströhmende Regen macht trotz der schönen Erlebnisse in dieser einmaligen Bergwelt den langen Weg auch nicht gerade schöner.

Alle sind jedenfalls froh, als wir im komfortablen und gut geheizten Bus den Heimweg nach Dombai antreten und Zahur, einer der Bergführer, mit kehligen Lauten Lieder aus seiner Bergheimat vorträgt.

 

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